Jürg Obrist und seine Detektiv-Figuren Gitta Gurke und Kalle Bohne. Bild André Bissegger
Jürg Obrist und seine Detektiv-Figuren Gitta Gurke und Kalle Bohne. Bild André Bissegger

Kunst & Design

Kalle und Gitta lösen den Fall

Einige Höfner Schulklassen erhielten gestern Besuch von Kalle Bohne und Gitta Gurke. Autor und Illustrator, Jürg Obrist, präsentierte in Schindellegi und Wollerau seine Werke.

Regelmässig besuchen Kinderbuch-Autoren die Schwyzer Schulklassen und präsentieren ihre Werke. «Dies soll die Lust am Lesen fördern. Zudem sehen die Kinder, wer hinter den Büchern steckt und welche Arbeit dahinter steht», erklärte der Wollerauer Lehrer Ignaz Züger. Seine Viertklässler sowie eine zweite vierte Klasse aus Wollerau und die dritten und vierten Klassen aus Schindellegi kamen gestern in der Genuss eines Besuchs von Jürg Obrist.

Bekannter Autor und Illustrator

Dieser ist bekannt als Autor und Illustrator von Kinderbüchern wie «Verflixt, das Klasofon ist weg», «Valery und König Teddy», «Ein Fall für Kommissar Maroni» oder «Pepper greift ein». Insgesamt hat Obrist 50 Bücher veröffentlicht. Gestern ging es aber vor allem um seine Krimi-Geschichten für Kinder, von denen es rund 250 Fälle gibt, die in zwölf Sprachen übersetzt wurden. Er stellte den Schülern seine Detektive Kalle Bohne und Gitta Gurke vor und zeichnete sie flugs auf ein Blatt Papier, was den Kindern einige «Ahs» und «Ohs» entlockte.

Wollte nur zeichnen

«Ich wollte schon als kleiner Junge Bücher machen», erklärte Obrist den Schülern. Eigentlich habe er nur zeichnen wollen, doch sein erster Verlag fand, er müsse auch schreiben. Den Vertrag erhielt er damals als 30Jähriger in NewYork. «In der Schweiz hätte ich den Mut, Bücher zu machen, nicht gehabt», sagte er.

Mit offenen Augen durch die Welt

Obrist verriet den Schülern, wie er auf seine Ideen kommt und beim Schreiben vorgeht. «Die besten Ideen habe ich immer morgens im Bett, wenn ich noch im Halbschlaf bin», sagte er. Zudem gehe er mit offenen Augen durch die Welt, schaue gerne Krimis im TV und lese Boulevard-Zeitungen, «denn da finde ich die absurdesten Geschichten, die ich weiterverwenden kann». Beim Schreiben gehe er immer von der Lösung des Falles aus, um die er die Geschichte erfinde. Er zeigte den Schülern auch, wie er beim Zeichnen vorgeht – angefangen von der Skizze bis zur fertigen Illustration. «Das eigene Vorstellungsvermögen ist dazu sehr wichtig», betonte er. Zum Abschluss seines Besuchs liess er die Schüler Fälle seiner Figuren Kalle Bohne, Gitta Gurke und Kommissar Maroni lösen. Dabei zeigte sich, dass in einigen der Schülerinnen und Schülern durchaus ein kleiner Detektiv steckt.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

05.11.2014

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schwyzkultur.ch/iKW6er