Maler Marcel Nötzli neben einem Bild vom Engadin. Bild zvg
Maler Marcel Nötzli neben einem Bild vom Engadin. Bild zvg

Kunst & Design

Nach 40 Jahren im Schulzimmer zur Staffelei gewechselt

Marcel Nötzli zeigt «Irreale und reale Kompositionen aus nah und fern» im BIZ in Pfäffikon.

Seit gut zehn Jahren ist Sekundarlehrer Marcel Nötzli pensioniert, und er hat die Zeit seither intensiv genutzt, hat diverse Malkurse absolviert, um seine frühe Vorliebe fürs Zeichnen und Malen zur wahren Passion zu entwickeln. Die Ausbeute lässt sich sehen: Der Höfner erweist sich als gewiefter «Stimmungsbanner», und seine realen Landschaftsbilder sowie irreale Impressionen zeigt er nun bis zum 29. September im BIZ in Pfäffikon. Gegen 40 Impressionen in Acryl und Mischtechnik zeigt Marcel Nötzli ab 30. März in Pfäffikon in der BIZ-Galerie. Impressionen sind träfe Bezeichnung: Dem schnellen Wechsel von Stimmungen ist der Maler voll erlegen, bannt solche jeweils im Wissen, wie schnell alles ändert. Minuziös fängt er seltene Stimmungen mit der Kamera ein, um sie dann in seinen Arbeiten umzusetzen. Es ist kein Wunder, dass zu den frühen Vorbildern des Landschaftsmalers neben Hodler vor allem die Impressionisten gehörten, doch seine irrealen Impressionen sprechen deutlich eine ganz andere, ureigene Richtung.

Früh übt sich

Marcel Nötzli, gebürtiger Freienbacher und den Hofleuten zugehörig, ist in Richterswil aufgewachsen und erinnert sich an früheste Kindheitsjahre bei einer Lehrerin,die ihre Kleinen im Zeichnen und Malen sehr förderte, sie Wettbewerbe bestreiten liess. Dies hat den Jungen geprägt, die gestalterischen Versuche in Wasserfarben und Neocolor sind zur Leidenschaft geworden. Aufs Wirtschaftsgymnasium in Zürich folgte die Lehrerausbildung, und bereits im Oberseminar erteilte Marcel Nötzli Kleinkindern Kunsterziehung.

Vorliebe ist geblieben

Die Vorliebe fürs Vermitteln ist geblieben: Nach dem Abgang von der Uni hatte Kunstvermittlung vom ersten Tag an als Sekundarlehrer hohen Stellenwert. Als Marcel Nötzli sein Studium in Zürich erfolgreich abschloss, erreichte ihn ein dringender Telefonanruf: Alois Steiner, Bezirksschulpräsident, warb ihn engagiert als Sekundarlehrer für seine eigentliche Heimat, Freienbach, an. Der frischgebackene Seklehrer, Pädagoge mit Leib und Seele, nahm an – und blieb. Marcel Nötzli fühlte sich in Freienbach auf Anhieb wohl, denkt jedoch gerne an seine Ausbildungsjahre in der Limmatstadt zurück: So drückte er zum Beispiel zeitweise die Schulbank mit Roger Schawinski und Jürg Marquard. Deren Berühmtheit hat Marcel Nötzli nie angestrebt, aber er möchte wie sie auch etwas vermitteln, nämlich «Freude an der Malerei». Befragt nach seinem Herzenswunsch sagte er spontan: Malkurse in Frankreich oder Italien.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

27.03.2017

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schwyzkultur.ch/GCywhj