Zehn Kunstschaffende aus der Schweiz und Deutschland (v. l.) Tim Gregory Steiner, Roland Mayer, Georg Janthur, Heidi Marty, Norbert Jäger, Martina Mächler, Herta Seibt de Zinser, Adrian Künzi, Martin Hunke und Roger Löcherbach haben zehn Tage lang Zeit, ein Kunstwerk zu schaffen. Bild Hans Ueli Kühni
Zehn Kunstschaffende aus der Schweiz und Deutschland (v. l.) Tim Gregory Steiner, Roland Mayer, Georg Janthur, Heidi Marty, Norbert Jäger, Martina Mächler, Herta Seibt de Zinser, Adrian Künzi, Martin Hunke und Roger Löcherbach haben zehn Tage lang Zeit, ein Kunstwerk zu schaffen. Bild Hans Ueli Kühni

Kunst & Design

Zusehen, wie Kunst entsteht

Am Freitagabend wurde in der Seeanlage in Pfäffikon das zweite Höfner Skulpturensymposium mit zehn Künstlern und zahlreichen Besuchern feierlich eröffnet.

Schon der erste Blick vermag zu gefallen: Auf der Seeanlage steht extra für das zweite Höfner Skulpturensymposium ein schmuckes Event-Chalet, und die Zelte der zehn Kunstschaffenden sind schön der Reihe nach in nächster Nähe zum Wasser aufgestellt. Wahrlich die perfekte Kulisse für einen solchen Anlass, der auch überregionale Bedeutung hat. Es kamen zahlreiche Gäste zur Vernissage am Freitagabend. Man kam nicht, um die Kunstwerke zu sehen – diese werden im Lauf der Woche ja erst entstehen –, obwohl der eine oder andere Künstler bereits ein paar seiner früheren Arbeiten zeigte.Man kam,um die Kunstschaffenden kennenzulernen, um den Ansprachen zu lauschen, um Bekannte zu treffen, kurz: Um sich ein Bild zu machen vom Event. So begann es dann feierlich mit sanften Musikvorträgen vom Schwyzer Frauenduo InterFolk. Der Gemeindepräsident Daniel Landolt,selber Mitglied der Kulturkommission, begrüsste die Besucher und die Künstler, und er bedankte sich für den Einsatz des Organisationskomitees unter Leitung von Bernadette Mühlebach. Er meinte, dieses Symposium beweise, dass man in den Höfen nicht nur an Geld und tiefe Steuern denke,sondern auch Sinn für Kunst und Kultur hätte.


Künstler vorgestellt


Die OK-Präsidentin fand lobende Worte für ihr sechsköpfiges Team. Zusammen mit Thomas Hausenbaur, dem künstlerischen Leiter, stellte sie dann jeden einzelnen Künstler vor. Alle bewarben sich auf eine internationale Ausschreibung. Von gegen 40 eingegangenen Bewerbungen aus mehreren Ländern wurden letztlich diese zehn zur Teilnahme eingeladen. Mühlebach erklärte im persönlichen Gespräch, dass bei der Auswahl nicht auf die Nationalität geachtet wurde, sondern darauf, dass möglichst verschiedene Stilrichtungen abgedeckt werden. So standen bei der Begrüssung zehn Künstlerinnen und Künstler da, die alle ihren eigenen Stil haben und mit verschiedensten Materialien arbeiten. Was sie kreieren, kann man bis am kommenden Sonntag täglich mit eigenen Augen verfolgen, wenn sie an ihren Werken arbeiten. Quasi ein Echtzeit-Kunsterlebnis. Wer mehr zu den Arbeiten wissen will, kann auch an einer der Führungen in Deutsch oder Englisch teilnehmen. Der Anlass bietet nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch fürs Ohr. Am Samstag gab es einen Auftritt von Dave Feusi and the Groove Gang, am Sonntag sang der Gospelchor Wädenswil, am Mittwoch ist die Newcomer-Band Smack/Zero Limit Bar angesagt – und so geht es bis zum Ende weiter mit gutem Sound. Wer gar selber künstlerisch aktiv werden will, hat die ganze Woche über Gelegenheit, an einem Workshop mitzumachen und sein Talent zu fördern. Doch die Hauptsache sind letztlich aber die Werke, die die zehn Kunstschaffenden in diesen zehn Tagen schaffen. Es lohnt sich auf jeden Fall, ein paar mal vorbei zu schauen und die Fortschritte zu sehen. 


 


OK-Präsidentin Bernadette Mühlebach Gemeindepräsident Daniel Landolt Open-Air-Atmosphäre: Jazzmusiker Dave Feusi und seine Band the Groove Gang sorgten am Samstagabend für hochstehende Unterhaltung. Bild Heidi Peruzzo In zwei Workshops können Interessierte eigene Seifen herstellen oder, wie im Bild, bei der Künstlerin Jeannine Wittek-Zollinger (links) Miniaturskulpturen aus Ton formen.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Hans Ueli Kühni

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

28.05.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/ajBVAs