Ramona Wirths Romanfigur Heralia hat es nicht immer leicht – genauso wie sie selbst. Ihr Hund Shurikan half ihr durch schwere Zeiten. Bild Michel Hersche
Ramona Wirths Romanfigur Heralia hat es nicht immer leicht – genauso wie sie selbst. Ihr Hund Shurikan half ihr durch schwere Zeiten. Bild Michel Hersche

Literatur

Ein Buch über das Essenzielle im Leben

Mitte November wird die Päffikerin Ramona Wirth ihren ersten Jugendroman veröffentlichen. Damit möchte die Autorin die Jugendlichen auf essenzielle Werte aufmerksam machen und sie ermuntern, vermehrt auf ihr Herz zu hören.

Als sie vor fünf Jahren so richtig mit dem Schreiben begonnen habe, seien es ausschliesslich Horroroder Fantasy-Geschichten gewesen, erklärt Ramona Wirth. Mit dem Jugendroman «Ein Sommer mit Heralia» habe sie dann den Schritt gewagt, eine realistische Geschichte zu erzählen. «Die Story handelt von einem 18- jährigen Mädchen namens Heralia, das einen aufregenden Sommer erlebt und ihre grosse Liebe kennenlernt», sagt Ramona Wirth. Heralia sei ein Mädchen, das in der Schule nicht akzeptiert werde, recht eigensinnig sei und in ihrer eigenen Traumwelt lebe. Wie im richtigen Leben müsse die Protagonistin Entscheidungen treffen. Dabei höre sie auf ihr Herz, so die Autorin weiter.

Parallelen zum eigenen Leben

Auch sie sei während der Oberstufenzeit eher eine verschlossene Einzelgängerin gewesen, erklärt die 21-Jährige. «Das ist ein ziemlich düsteres Kapitel in meinem Leben.» Mit zwölf sei ihre Mutter verstorben und sie habe sich damals ziemlich zurückgezogen, sich schwarz gekleidet und etwas Zeit gebraucht, um sich selber zu finden. Die Familie, die Fotografie, aber auch ihr fünfjähriger Hund Shurikan hätten ihr jedoch wieder neuen Lebensmut gegeben. Heute sei sie zwar immer noch am liebsten alleine, sie habe jedoch gelernt, was im Leben wirklich zählt, und möchte diese Erkenntnis gerne den Jugendlichen weitergeben.

Essenzielle Werte vermitteln

Mit dem Roman «Ein Sommer mit Heralia» möchte die Jungautorin den Jugendlichen näherbringen, was wirklich wichtig ist im Leben. «Ich denke, die Jugend ist heute so abhängig geworden von Handys, PCs oder der Werbung.» Oft würden dabei die essenziellen Werte wie Vertrauen oder Ehrlichkeit auf der Strecke bleiben. Die Autorin möchte ausserdem die Jugendlichen ermutigen, auf ihr Herz zu hören. «Ganz egal, was du machst. Wenn du es aus Überzeugung tust und aus reinem Interesse, dann sollst du es machen und dich nicht davon abbringen lassen», so Ramona Wirth. Für sie sei schon von klein auf klar gewesen, dass sie Künstlerin werden möchte. «Ich habe mich der Fotografie gewidmet und ein Zertifikat gemacht», erklärt sie. Heute arbeitet sie als freischaffende Fotografin.

Der Roman entstand in Graubünden

Den Sommer verbringt sie die meiste Zeit in Trimmis, Graubünden, wo sie ein altes Bauernhaus mietet. «Es ist mir ein grosses Anliegen, dass ich mir über den Sommer Zeit nehme, meine kreative Seite zu erweitern», erklärt Ramona Wirth. Hier finde sie die notwendige Ruhe, aber auch die Zeit, um sich inspirieren zu lassen. Auch ihr Jugendroman sei hier entstanden. «Ich hatte nie die Absicht, meinen Roman zu veröffentlichen», sagt sie. Eine Kollegin habe sie aber ermuntert, es trotzdem zu versuchen, und der Roman sei denn auch prompt von einem Verlag angenommen worden. Das Buch wird Mitte November erscheinen. Ein zweites Buch sei bereits geschrieben, ob es veröffentlicht werden soll, ist allerdings noch unklar. «Ich bin ein bescheidener Mensch und warte mal ab, wie die Resonanz auf das erste Buch so ist», sagt Ramona Wirth.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

02.11.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/ygUatP