Abenteuerliche Ferien, spontane Spritztouren oder erfolglose Wanderungen. Dies alles erzählte Heidi Züger bei ihrer gestrigen Lesung. Bild Eliane Weiss
Abenteuerliche Ferien, spontane Spritztouren oder erfolglose Wanderungen. Dies alles erzählte Heidi Züger bei ihrer gestrigen Lesung. Bild Eliane Weiss

Literatur

Geschichten aus Nah und Fern

Die Einsiedler Schauspielerin Heidi Züger erzählte anlässlich ihrer Lesung in der Tertianum-Residenz Huob am gestrigen Valentinstag über Reisen und das Unterwegs-Sein.

Geschichten vom Unterwegs-Sein, Reisen und auch wieder in die Heimat zurückkehren. Das ist das Leben. Und das sind die Geschichten der Einsiedler Schauspielerin Heidi Züger. Diese wohnt im deutschen Lübeck,ist aber noch immer tief mit ihrer Heimat verbunden.

Alles fliesst

Gestern besuchte sie mit ihrem Programm «Fern-Heim-Weh» die Residenz Tertianum Huob in Pfäffikon und las – leider vor einem spärlichen Publikum – Geschichten von gestern und heute. Der rund einstündige Anlass entführte die Zuhörer ins In- und Ausland und begann mit einem Gedicht über Panta Rhei – alles fliesst, alles bewegt sich. Als Einstieg erzählte Züger eine Geschichte über eine rasante Taxifahrt ins Südtirolerische Meran. Zwischen den Kurzgeschichten las sie Gedichte – wie das des Erlkönigs – vor. Die Reise führte die Besucher weiter in die Offlineferien nach Mallorca. In einem kurzen Abstecher nach Australien erzählte die in Deutschland wohnhafte Schweizerin von gefährlichen Begegnungen im Outback. Und als krönender Abschluss folgte die lustige Geschichte von zwei Amerikanern, die bei einer Bergwanderung auf der Rigi lediglich den Sonnenaufgang erleben möchten – was aber nicht sonderlich gut klappte. So brauchten sie für den Aufstieg drei Tage statt drei Stunden.

Verbindung zur Heimat

Auch wenn sich das Leben der freischaffenden Schauspielerin inzwischen nach Norddeutschland verlegt hat, ist sie noch immer gerne in der Schweiz. «Die Verbindung ist mir sehr wichtig, Einsiedeln beflügelt mich nach wie vor», betont Züger. Die Geschichten, die sie vorliest, stammen grösstenteils aus ihrem eigenen «Lesensschatz», denn sie schreibt die Geschichten nicht selbst. Sie liest aus einem Sammelsurium an Texten von anderen Autorinnen und Autoren. Die Einsiedlerin hat schon viele Vorträge hinter sich. «Die Geschichten haben immer mit dem zu tun, was ich mache und wer ich bin», sagt Züger. So reist sie oft zwischen ihrem Wohnort und ihrer Heimat hin und her. Vergangenen September erhielt sie für ihre Leistungen gar den Schwyzer Kultur-Förderpreis 2016.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Eliane Weiss)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

15.02.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/mjwpKD