Klaus Ruthenbeck las einige Schmunzelgeschichten aus seinem Buch vor und unterhielt und erfreute damit die Zuhörerschaft im Tertianum Huob aufs Beste. Bild Nathalie Müller
Klaus Ruthenbeck las einige Schmunzelgeschichten aus seinem Buch vor und unterhielt und erfreute damit die Zuhörerschaft im Tertianum Huob aufs Beste. Bild Nathalie Müller

Literatur

Schmunzelgeschichten über die grossen Kleinigkeiten

Mit heiteren Episoden aus seinem Buch «60 plus – Schmunzelgeschichten über die grossen Kleinigkeiten im täglichen Alltag mit 60 plus» versüsste Klaus Ruthenbeck am Donnerstagnachmittag den Besuchern im Tertianum in Pfäffikon den Tag.

Der Autor Klaus Ruthenbeck mit Jahrgang 1941 liebte als Geschäftsmann seine Führungsaufgaben in der Wirtschaft von ganzem Herzen. Als Spezialist für Prozessmanagement und internationale Logistik bereiste er die Welt und ging in seinem Beruf vollkommen auf. Dennoch schlummerte im Hinterkopf das Bewusstsein, dass die Pensionierung irgendwann bevorstand und er sich darauf vorbereiten wollte.

Eine neue Herausforderung

«Ich stellte fest, dass mit dem ersten Tag meiner Pensionierung eine neue Zeit begann. Ich nahm plötzlich die Dinge ganz neu auf und aus diesem Wahrnehmen und Beobachten entstanden mit der Zeit kleine Geschichten», erklärte Ruthenbeck. Eine Geschichte heisst beispielsweise «Fertig Bügelfalte und Krawatte» und handelt vom Abschiednehmen des täglichen Anzug- und Krawattetragens. «Mit dem einsetzenden Ruhestand ging auch eine Wandlung in meinem Kleiderschrank vor. Heute trage ich vor allem Pullover, Strickjacken, Polohemden, T-Shirts und Jeans und der schwarze Anzug dient wohl nur noch für die zunehmenden Beerdigungen oder allenfalls für einen festlichen Anlass, wie einer eventuellen Heirat einer Enkelin», so Ruthenbeck. Der Referent bezeichnete die neue Garderobe als wahres Wohlfühlprogramm, das er jeden Tag aufs Neue geniesse.

Engel vom Bau- und Hobbymarkt

«Irgendwann fasste ich den Entschluss, unser ehemaliges Gästezimmer in eine Bibliothek umzubauen», erzählte Ruthenbeck. Seine Frau habe ihn damals etwas erstaunt gefragt, ob er das alles selber machen wolle. «Ich freute mich darauf, endlich mal wieder meine Werkbank benützen zu können und erstellte eine Liste der benötigten Werkzeuge und Bretter für mein Vorhaben», so der Autor. Guter Dinge fuhr er in den Bau- und Hobbymarkt und fand sich inmitten einer Riesenhalle mit Regalen und Beschriftungen. «Ich muss wohl etwas verloren ausgesehen haben, denn Dieter, ein Auszubildender, fragte nett, ob er mir helfen könne. Gerne überreichte ich ihm meine Einkaufsliste und routiniert führte er mich durch die Gänge zur Holzzuschneiderei, weiter zu den Aktionsschraubenziehern und half mir schlussendlich sogar alles ins Auto zu laden», erzählte er. Bevor er sich richtig habe bedanken können, sei der junge Mann schon wieder seines Weges gegangen. «Bei mir selber dachte ich, dass es doch noch Engel gibt und freute mich über diese tolle Begegnung.» Ruthenbeck verstand es, das Publikum mit seinen Geschichten aufzuheitern und erhielt zum Schluss viel Applaus und ein äusserst positives Echo.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

08.02.2010

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schwyzkultur.ch/6G4HKs