Ein Harfen-Projektorchester mit Musikern aus sechs Kantonen spielte am Sonntag in Pfäffikon auf. Bild Paul A. Good
Ein Harfen-Projektorchester mit Musikern aus sechs Kantonen spielte am Sonntag in Pfäffikon auf. Bild Paul A. Good

Musik

27 Harfen erklangen in einem Konzert

Ein einmaliges Klangerlebnis – dies waren am Wochenende die Klänge von insgesamt 27 Harfen in Pfäffikon.

Unter der Leitung von Alexandra Horat, Julia Steinhausen und Rebekka Zweifel konzertierte das Projektorchester am vergangenen Sonntag in der Aula Weid in Pfäffikon. Das Orchester, dass durch private Initiative entstanden ist und seine Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen acht und 17 Jahren aus sechs Musikschulen aus sechs Kantonen rekrutiert, stellte sein hohes Können ausdrücklich unter Beweis, was den Lehrpersonen, die mit den Proben für dieses Konzert im November begonnen hatten, ein ausgezeichnetes Zeugnis ausstellt. Zu Konzertbeginn war das ganze Ensemble in Aktion, mit der Barcarole aus Jacques Offenbachs «Hoffmanns Erzählungen» wurde mit einem bekannten Stück gestartet. Dann folgten eine Reihe von Soloauftritten, allesamt auf einem hohen Niveau stehend. Zwischendurch präsentierte sich wieder das gesamte Ensemble, dass den ganzen Saal mit seiner Klangfülle durchdrang.

Brillante Solisten

Wenn man aus diesen für die Zukunft vielversprechenden Solistinnen und Solisten überhaupt jemanden herausheben will, dann kommen dafür am ehesten Anna Linn Lenzhofer mit ihrem brillant gespielten «Fire Dance» aus der «Petite Suite» von David Watkins oder Florian Harder, der nebst der «Sonate in C-moll» von Sophia Corri-Dussek noch «Fileuse» von Alphonse Hasselmanns interpretierte, infrage. Das Besondere an dieser Aufführung war, das Florian Harder die Literatur erst vor rund 14 Tagen erhalten hat. Mit diesem Aufgabestück wird er die Aufnahmeprüfung für das Konservatorium bestreiten. Man muss den Hut ziehen vor dieser Leistung. So wie das Ensemble das Konzert begonnen hatte, beendete es dieses auch, nämlich nochmals mit Jacques Offenbach, diesmal mit dem Cancan aus «Orpheus in der Unterwelt». Langanhaltender Applaus belohnte die Harfenspielerinnen und -spieler. Die Harfenbaufirma Salvi aus der italienischen Region Piemont, welche das Harfenprojekt auch finanziell unterstützt, zeigte in einer Ausstellung drei verschiedene Harfen aus ihrem Sortiment, leider verhinderten Lieferengpässe beim Hersteller und bei der Generalvertretung für die Schweiz eine grössere Ausstellung, was der Neugierde der Besucher aber keinen Abbruch tat.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Paul A. Good)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.04.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/ZsfVax