Erscheint demnächst: Die Best-of-CD der Wollerauer Rockband Tempesta. Bild zvg
Erscheint demnächst: Die Best-of-CD der Wollerauer Rockband Tempesta. Bild zvg

Musik

«Band-Jubiläum ist guter Zeitpunkt für Best-of-CD»

Seit 25 Jahren rockt die Höfner Band Tempesta die Bühnen, schreibt Songs oder produziert Platten. Grund genug, dies mit einer grossen Rock-Jubiläumsshow zu feiern – und eine Best-of-CD auf den Markt zu bringen.

 Lange mussten Fans auf neue Tracks von Tempesta warten. Jetzt sind sie da. Zwar nicht im Dutzend doch immerhin auf einer Platte gemischt mit den besten Titeln aus 25 Jahren Band-Geschichte. «Best Of Tempesta 25 Years Anniversary» heisst denn auch die neue Scheibe, die bereits in den nächsten Wochen erscheinen und Ende Oktober getauft wird. «Wir feiern 25-Jahr-Jubiläum. Da dachten wir uns, dass es ein guter Zeitpunkt wäre, dies mit einer Best-of-CD zu zelebrieren », sagt Sänger Reto Thalmann. Insgesamt werden rund 18 Songs draufgepackt – 15 aus bestehenden Alben und drei neue Songs. «Es war sehr schwer, aus 25 Jahren Band-Geschichte 15 Songs herauszupicken», so Thalmann. Innerhalb der Band habe jeder seine eigenen Favoriten. Und dann seien da noch die Songs, die von den Fans am besten aufgenommen wurden. Der Frontmann ist aber überzeugt: «Es ist ein perfekter Mix, welcher Tempesta am besten reflektiert.» Sein Lieblings-Track darauf ist «Crazy». Er erinnere an eine Zeit, in der die Band in den USA war und erstmals «den Traum vom Rock’n’Roll und Amerika» lebte.


«Erfinden uns nicht neu»


Einer der neuen Titel ist eine akustische Cello-Version von «Do You Understand». Ein anderer ist ein Instrumental-Cover der Filmmusik von «Rambo» und der Dritte ist «Highlife» ein echter «American Rocker». Gerade bei Letzterem würden Fans gut hören können, wo Tempesta mittlerweile musikalisch angekommen ist. «Wir erfinden uns selbstverständlich nicht neu, jedoch möchten wir auch nicht mehr verglichen werden.» Seit Jahren wird über die Band gesagt, dass sie live mehr Herz, mehr Seele und vor allem mehr Kraft hat. «In Zukunft möchten wir dies auch auf die Studioproduktionen bringen.» Die Band hofft, dass «Highlife» auf dem Level andockt, wo sie sich live befindet.


«Haben Berg- und Talfahrt erlebt»


Das letzte Album ist schon einige Jahre alt. Doch wie viele wissen, liess die Band ihre Anhänger nicht ganz freiwillig auf etwas Neues warten. «Nach ‹Roller Coaster› erlebten wir wortwörtlich eine Berg- und Talfahrt», schildert Thalmann. Tempesta spielte am Blues& Jazz in Rapperswil, supportete Nazareth am Riverside Open Air und eröffnete das Rock The Ring für die Scorpions und Europe. «Dann kam das, was man als Musiker als schlimmsten Alptraum bezeichnen kann – das Jahrhunderthochwasser. » Das Probelokal wurde mit Wasser gefüllt: Totalschaden. «Es kostete uns fast zwei Jahre, um aufzustehen und weiterzumachen.»


«Eine Menge innere Wut»


Mittlerweile sind die vier Jungs mit dem Schreiben von Songs beschäftigt, haben ihr Probelokal unter anderem zum Studio gemacht und arbeiten mit Hochdruck an einem neuen Album, welches nächstes Jahr veröffentlicht werden soll. Die Texte stammen grösstenteils aus der Feder von Reto Thalmann. «Auf dem kommenden Album wird unter anderem eine Menge innere Wut über das Musikbusiness freigesetzt», sagt er. Diesbezüglich habe die Band in den letzten 25 Jahren sehr viel erlebt. Die Single «Highlife» handle hingegen von Typen, die fünf Tage die Woche ihren Jobs nachgehen, hart arbeiten müssen und alltagsbedingt all das Schöne um sich herum aus den Augen verloren haben. «Doch wenn sie die Augen öffnen, merken sie, dass sie alles haben, was sie zum Leben brauchen.» Titel, die jemandem gewidmet sind, gibt es nicht. «Ich war früher nicht der Typ für persönliche Texte», gibt der Sänger zu. Lyrics seien meistens spontan entstanden. «Vielleicht weil mich etwas berührt oder zum Nachdenken gebracht hatte.» So habe Tempesta dazumal zum Beispiel einen Song über den 11.September geschrieben. Dieser wurde aber nie veröffentlicht. «Auf dem 2020/21 erscheinenden Album wird es definitiv persönlicher», verspricht Reto Thalmann.


Höfner VOlksblatt und March-Anzeiger / Silvia Gisler

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.09.2019

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schwyzkultur.ch/R5XwEh