Das Künstlerehepaar Aleksandra und Alexander Grychtolik mit ihren Cembali. Bild Fabia Morger
Das Künstlerehepaar Aleksandra und Alexander Grychtolik mit ihren Cembali. Bild Fabia Morger

Musik

Barocke Klänge im Schlossturm Pfäffikon

Virtuos spielten die Cembalisten Aleksandra und Alexander Grychtolik Werke zweier Bach-Komponisten sowie Eigenimprovisationen. Dazwischen liessen sie auch Raum für Hintergrundinformationen zur Geschichte der Cembalomusik und den Instrumenten.

Unter dem Patronat des Vereins Pro Schloss Pfäffikon fand anlässlich des sonntäglichen Bettags ein Konzert im Schlossturm statt. Das Musikerpaar Aleksandra und Alexander Grychtolik spielte auf zwei Cembali Werke von Johann Sebastian Bach und dessen Sohn Carl Philipp Emanuel. Als Ergänzung zu Bachs Goldberg-Variationen interpretierten die zwei auch einige Teile, welche zu den Variation gehören, jedoch erst in den 1970er-Jahren entdeckt wurden. Ausserdem spielten sie noch mehrere frei improvisierte oder selbstkomponierte Stücke, teils zusammen, teils einzeln.

Bedeutende Epoche

Es lag den Grychtoliks am Herzen, die Wichtigkeit der Improvisation zu Zeiten der Bach-Komponisten zu betonen. Es sei in dieser Epoche von unermesslicher Bedeutung gewesen, dass ein Musikant in der Lage war, aus dem Stegreif eine Melodie zu erfinden, erläuterteAlexander Grychtolik. Deshalb sei die Improvisation ein wichtiger Bestandteil zum Verstehen der barocken Musik. Die beiden spielten auf nachgebauten historischen Instrumenten mit flämischer und italienischer Herkunft. Der in Berlin geborene Alexander Grychtolik unterrichtete an mehreren Musikhochschulen und gründete 2008 das Ensemble «Mitteldeutsche Hofmusik». Aleksandra Grychtolik stammt aus Polen und befasst sich ebenfalls intensiv mit historischer Aufführungspraxis und der damit verbundenen Improvisation. Zusammen haben die beiden auch schon eine CD herausgegeben. Sichtlich beeindruckt nutzten viele Konzertbesucher die Gelegenheit, den beiden Cembalo-Virtuosen am Schluss noch persönlich ihre Bewunderung auszudrücken.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.09.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/tYEerS