Beatrice Egli geht mit ihrem neuen Album auf grosse Tournee. Trotz der vielen Reisen bleibt Pfäffikon ihr Zuhause. Bild Michael Bernhard
Beatrice Egli geht mit ihrem neuen Album auf grosse Tournee. Trotz der vielen Reisen bleibt Pfäffikon ihr Zuhause. Bild Michael Bernhard

Musik

Beatrice Egli mit neuem Album

Beatrice Egli veröffentlicht am 8. April ihr neues Album «Kick im Augenblick» und diesen findet die Schlagersängerin trotz hektischem Alltag ohne Probleme. Sie habe mittlerweile gelernt, innezuhalten und zu geniessen, verrät sie.

Im Interview erklärt sie, was es mit diesem Titel auf sich hat, wie sie mit dem Rummel um ihre Person umgeht und warum sie als «glücklicher Single» stets von der Liebe singt. Mit Beatrice Egli sprach Bianca Anderegg.

Bianca Anderegg:Den Moment geniessen: Ist das die Botschaft hinter Ihrem neuen Album «Kick im Augenblick»?

Absolut. Ich glaube, der Kick macht den Augenblick erst unvergesslich. Nun, da ich so viel unterwegs bin und so viel erleben darf, ist es umso wichtiger, im Augenblick zu leben, ihn zu geniessen und dafür dankbar zu sein. Für mich ist aber auch mein neues Album selbst der Kick. Ich hatte es im Januar fertig aufgenommen,und dann kam die grosse Frage, wie es heissen soll. Der Januar ist recht dunkel. Wenn du am Morgen hinausgehst, ist es dunkel, und nach einem halben Tag ist es schon wieder dunkel. Ich finde, es ist generell eine eher schwere Zeit. Die Kälte steckt einem in den Knochen. Die Musik und mein neues Album geben mir den Kick, Power und Elan, und so ist der Name entstanden.

Haben Sie in Ihrem hektischen Alltag überhaupt Zeit, um innezuhalten und zu geniessen?

Mittlerweile schon. Nun realisiere ich wirklich auch, was passiert, und nehme mir die Zeit, mir in Erinnerung zu rufen, was ich schon alles erlebt und geschafft habe. Ich bin gerade aus Venedig zurückgekommen, wo ich wieder eine neue Sendung gedreht habe. Im vergangenen Jahr ist das alles etwas an mir vorbeigerauscht, weil ich immer gleich zum nächsten Projekt übergegangen bin. Das mache ich zwar noch immer, aber dennoch versuche ich, mir Zeit zu nehmen, Freude zu haben, daran zu denken, dass wir es wieder geschafft haben und eine gute Zeit im Team hatten. Das ist etwas, das ich jetzt gelernt habe. Darüber bin ich sehr froh.

Wie oft finden Sie noch Zeit, nach Pfäffikon zu kommen?

Ich muss sagen, es pendelt sich alles sehr gut ein.Ich versuche sicher, einmal pro Woche oder alle zwei Wochen zu Hause zu sein. Doch die Zeit zu Hause ist immer zu kurz. Daran habe ich mich aber auch gewöhnt. Im Moment stehen gerade drei Koffer daheim, die noch nicht ausgepackt sind, weil ich einfach nach Hause gekommen bin, den nächsten gepackt habe und wieder gegangen bin. Das hat sich nicht geändert. Aber ja, dann lasse ich halt einmal einen Koffer stehen, dafür habe ich aber eine Stunde mit meiner Familie oder sehe meinen Neffen Raphael. Für mich ist es noch immer mega wichtig, heimzukommen. Ich brauche meine Familie, und je mehr ich unterwegs bin, desto lieber komme ich wieder nach Hause. Doch ich gehe auch immer wieder sehr gerne und freue mich über das, was ich erleben darf, geniesse jeden Moment und lebe voll den Augenblick. Ich bin wirklich glücklich mit dem, was ich mache.

Doch Pfäffikon ist noch immer Ihr Zuhause?

Ja. Pfäffikon ist und bleibt mein Zuhause. Mein Zuhause wird immer dort sein, wo meine Familie ist, auch wenn ich irgendwann einmal woanders wohnen würde. Dort, wo ich heimkommen,einfach abschalten und Beatrice sein kann, sei es die Schwester, die Tochter, die Enkelin oder die Tante. Und das ist ein schönes Gefühl. Für meine Familie bin ich noch genau die Gleiche wie früher. Das schätze ich sehr.

Fehlt Ihnen Ihr altes Leben nie?

Ich vermisse keinen Moment von früher, weil ich das Jetzt geniesse und im Augenblick lebe. Ich habe mir dieses Leben immer gewünscht,und nun darf ich es leben. Manchmal wäre es zwar schön, man könnte Alben rausbringen, auf Tournee sein, Sendungen machen und nicht erkannt werden. Doch das geht irgendwie nicht (lacht). Das bringt der Erfolg mit sich, und ich habe mich daran gewöhnt, angesprochen zu werden. Ich muss aber wirklich sagen, ich habe immer positive Erlebnisse, wenn man mich erkennt, und das geniesse ich auch. Und wenn ich Zeit für mich alleine brauche, gibt es noch immer eine Tür, die ich schliessen kann. Denn es gibt durchaus Momente, in denen ich einfach alleine sein möchte. Das gehört auch dazu. Prominenz hin oder her: Ich bin noch immer ein normaler Mensch wie alle anderen auch. Nur dass mich die Leut

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.04.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/tUSCNY