Das Lucerne Chamber Brass Quintett begeisterte das Publikum am Dienstagabend in der katholischen Kirche in Pfäffikon mit einem einstündigen Konzert. Bild Nathalie Müller
Das Lucerne Chamber Brass Quintett begeisterte das Publikum am Dienstagabend in der katholischen Kirche in Pfäffikon mit einem einstündigen Konzert. Bild Nathalie Müller

Musik

Bläsermusik in absoluter Vollendung

Lucerne Chamber Brass Quintett bescherte den Besuchern am Dienstagabend in der katholischen Kirche in Pfäffikon ein wunderschönes Bläserkonzert. Die fünf Profimusiker verstanden es, das Publikum mit ihren Interpretationen und den ausgewählten Werken zu begeistern.

Die zahlreichen Zuhörer in der katholischen Kirche in Pfäffikon kamen in den Genuss von Werken der Barockzeit über die Klassik bis hin zur Romantik und einem weihnachtlichen Medley. Den Auftakt machte eine Arie von Johann Sebastian Bach. Es folgten drei weitere Stücke dieses Komponisten, welche ursprünglich für die Orgel geschrieben wurden. Das Quintett verstand es nicht nur vorzüglich, diese herrlichen Werke für ihre Blechblasinstrumente zu adaptieren, sondern diese auch meisterlich umzusetzen.

Gewitter inspirierte Händel

«Der Überlieferung zufolge soll Georg Friedlich Händel bei einem Spaziergang an der Londoner Themse durch ein Gewitter überrascht worden sein. Daraufhin habe er Unterstand bei einem Schmied gefunden, welcher zu einem gepfiffenen Lied den Hammer auf den Ambos schlug», erklärte Basil Hubatka, der durch das Programm führte. Diese kleine Episode habe Händel daraufhin als Schlusssatz von «Aria con varizioni» genutzt. Im Anschluss hörten die Zuschauer ein Stück aus Mozarts «Zauberflöte» und verschiedene Variationen von «Morgen kommt der Weihnachtsmann». Ebenfalls von Wolfgang Amadeus Mozart spielten sie ein weniger bekanntes «Adagio», das der Komponist für fünf Freimaurerkollegen Ende des 18. Jahrhunderts geschrieben haben soll. Zum Schluss gaben die Musiker aus der Zeit der Romantik noch zwei weihnachtliche Sätze sowie ein weihnachtliches Medley zum Besten. Für ihre Bläserkunst ernteten die fünf Profis gebührenden Applaus, und das Publikum wurde mit zwei Zugaben belohnt.

Gemeinsame Leidenschaft

Die fünf Musiker, Basil Hubatka (Trompete), Philippe Hutter (Trompete), Pirmin Rohrer (Posaune), Daniel Schädler (Tuba) und Philipp Schulze (Waldhorn) teilen eine gemeinsame grosse Leidenschaft, welche sie bereits seit zwölf Jahren verbindet. Im Oktober 1999 an der Musikhochschule Luzern gegründet, zählt das Lucerne Chamber Brass heute zu den bekanntesten Bläserensembles der Schweiz. Mit einer regen Konzerttätigkeit in verschiedensten Konzertreihen, Festivals sowie Tourneen im In- und Ausland, setzt sich das Ensemble in Zusammenarbeit mit Komponisten und Musikhochschulen zum Ziel, die Bekanntheit von Blechbläser-Kammermusik zu steigern.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.01.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/bukZKX