Mit einem im 17. Jahrhundert üblicherweise verwendeten übergrossen Taktstock dirigierte Josef M. Manser die über 30 Musizierenden.  Bild Hans Ueli Kühni
Mit einem im 17. Jahrhundert üblicherweise verwendeten übergrossen Taktstock dirigierte Josef M. Manser die über 30 Musizierenden. Bild Hans Ueli Kühni

Musik

Blockflötenmusik als Ohrenschmaus

Am frühen Sonntagabend gab das ConTatto Blöckflöten-Orchester Höfe vor zahlreichen Konzertbesuchern eines von drei Sommerkonzerten im evangelisch-reformierten Kirchgemeindehaus in Pfäffikon.

 Das schöne, sommerliche Wetter war kein Hindernis für ein volles Haus. Das ist aber auch verständlich, wenn man weiss, was das ConTatto Blöckflöten-Orchester Höfe an musikalischen Leckerbissen bietet. Der Reigen reicht von Barock über Klassik zu Romantik und bis in die Gegenwart. Wer so ein Blockflötenkonzert zum ersten Mal besuchte, staunte wohl über die Anzahl und Unterschiede der Blasinstrumente. Das Spektrum reicht von der bekannten kleinen Flöte bis zu Instrumenten, die mehr als zwei Meter hoch sind. Der Leiter des Orchesters Josef M. Manser erklärte während des Konzertes denn auch die einzelnen Instrumente im Detail. Wohlklingende Flötenklänge, die im Ohr bleiben Zu Beginn des einstündigen Konzertes durften 14 Praktikantinnen mitspielen. Danach wurde es anspruchsvoller mit Stücken von Jean-Baptiste Lully, dem damals eher geächteten Paul Hindemith, Juan de Araujo und anderen Komponisten – eben vom Barock bis zur Moderne. Zu jedem Stück gab der Orchesterleiter eine Einführung, die zuweilen auch Lacher auslösten. Doch das Wichtigste war die Musik an sich, und die war ein Ohrenschmaus. Diese Nuancen, diese Feinheiten, diese Perfektion und Klangfülle ist nur möglich, wenn Menschen zusammenspielen, die ihre Instrumente beherrschen.Und dies taten die mehr als 30 Musizierenden hervorragend. Es war ein eindrückliches Konzert, das Musikfreunden noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger /  Hans Ueli Kühni

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

12.06.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/uNxWmv