Präsentierten in der Inselkirche auf der Ufnau aus dem 12. Jahrhundert auch Musik aus dieser Zeit: das Ensemble Le Miroir de Musique. Bild Tobias Simonis
Präsentierten in der Inselkirche auf der Ufnau aus dem 12. Jahrhundert auch Musik aus dieser Zeit: das Ensemble Le Miroir de Musique. Bild Tobias Simonis

Musik

Der Spiegel der Musik auf der Ufnau

Ein musikalischer Leckerbissen lockte viele Musikliebhaberinnen und -liebhaber am Freitagabend auf die Insel Ufnau. Das Ensembles Le Miroir de Musique konzertierte im Rahmen des Musiksommers am Zürichsee 2012 in der Inselkirche St. Peter und Paul.

Das Ensemble Le Miroir de Musique wurde im Vorfeld schon sehnsüchtig erwartet, und das Konzert auf der Insel Ufnau bildete einen Höhepunkt des Musiksommers am Zürichsee 2012. Pünktlich legte das Schiff um 19.15 Uhr von Pfäffikon ab. In stimmungsvoller Atmosphäre wurde auf dem Schiff zum Apéro geladen. Der Zürichsee mit seinen Reflexionen und Wasserspiegelungen war die optimale Kulisse, um später den «Spiegel der Musik» (eben Le Miroir de Musique) zu geniessen. In der Kirche St. Peter und Paul angekommen, wurde das Publikum vom Veranstalter Giovanni Bria begrüsst, der seit 20 Jahren Konzerte auf der grössten Zürichseeinsel organisiert.

Musik aus der Zeit des Kirchenbaus

Passender hätten die Räumlichkeiten wohl nicht gewählt werden können, wurde die Kirche doch im 12. Jahrhundert erbaut und stammt somit aus derselben Zeit wie ein Grossteil der Stücke, die das Ensemble arrangiert und interpretiert. Gross waren die Erwartungen der Besucherinnen und Besucher, und schon bald war klar, dass die Musikerin und die beiden Musiker die Erwartungen erfüllen, sogar übertreffen würden.

Okzitanisch, Französisch, Latein

Die Stücke wurden originalgetreu in Okzitanisch, Französisch oder Latein vorgetragen. Überraschend war die Vielseitigkeit des Ensembles. Einige Stücke waren langsam und beruhigend, begleitet durch die Drehleier oder Blockflöte, im Zusammenspiel mit einer Fidel. Andere wiederum regten zum Mitwippen an. Sobald der Dudelsack, gepaart mit perkussionistischen Elementen, erklang, konnte kaum eine Person im Raum widerstehen, im Takt der Musik mitzunicken.

Ausflug in andere Epoche

Nach gut eineinhalb Stunden Spielzeit und einer entzückenden, dreistimmig gesungenen Zugabe, verliess das Trio die Bühne. Gerne hätten die Musiker noch weitergespielt, und gerne hätte das Publikum noch weitere Stücke gehört, aber es galt, das Schiff zurück an die Ufer des Zürichsees zu erwischen. Zurück an Land, waren die letzten zwei Stunden sicherlich mehr gewesen als nur ein Ausflug auf die Insel Ufnau. Viel mehr war es auch ein Ausflug in eine andere musikalische Epoche, fremd aber wunderschön.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.07.2012

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