Gitarrist Krishnasol Jimènez Moreno (v. l.), Patronat Giorgio Stefanini-Ippoliti und Violoncello-Spieler Mateusz Pawet Kaminski freuten sich über einen gelungenen Abend. Bild Maria Pierson
Gitarrist Krishnasol Jimènez Moreno (v. l.), Patronat Giorgio Stefanini-Ippoliti und Violoncello-Spieler Mateusz Pawet Kaminski freuten sich über einen gelungenen Abend. Bild Maria Pierson

Musik

Ein nicht alltägliches Instrumenten-Duo

Im Schlossturm in Pfäffikon fand am Sonntag ein spezielles Bettagskonzert statt. Zwei junge Musiker aus Polen und Mexiko verzauberten das Publikum mit der Kombination von Violoncello und Gitarre.

Keine Frage: Die beiden jungen Musiker Krishnasol Jimènez Moreno und Mateusz Pawel Kaminski haben ihre Instrumente im Griff. Die Kombination von Violoncello und Gitarre stellt eine interessante und wenig gehörte Formation dar. Eindrücklich demonstrierten sie dies am Bettagskonzert im Schlossturm in Pfäffikon. Auch Jimènez feine Stimme kam zum Einsatz.

Mehr Kontrast

Das Publikum war am Sonntagabend so begeistert von den jungen Musikern aus Polen und Mexiko, dass das Konzert länger als geplant dauerte. Es wurde ein abwechslungsreiches und farbiges Programm aus dem Barock und der Romantik geboten. Die beiden Instrumente, Violoncello und Gitarre, harmonierten gut. Das erste Stück, «Sonata in C-Dur, G.17» von Luigi Boccherini, wurde einst für die Gitarre umgeschrieben. Anstelle von Johann Sebastian Bach entschied sich Kaminski für ein Solo-Stück von Krzysztof Penderecki, das 1994 geschrieben worden war. «Somit bekommt das Konzert mehr Kontrast»,wie Kaminski erklärte. Als er das Musikstück den Zuhörern vortrug, wurde klar, was er damit gemeint hatte. Er nutzte das ganze Spektrum seines Violoncellos aus, strich, zupfte und klopfte daran. Das Stück erinnerte gar an einen Krimi oder Thriller und teilte die Meinung der Zuhörer. Ob es nun hörenswert war oder nicht: Es war auf jeden Fall speziell.

Sanfte Stimme

Das darauf folgende Barockgitarren-Solo enthielt ruhigere Töne, und Jimènez begleitete mit sanfter Stimme sein Instrument. Am Schluss fanden die beiden Musiker wieder zusammen und spielten «Arpeggione Sonate» von Franz Schubert. Auch zwei Zugaben durften sie zum Besten geben. Für den Verein Pro Schloss Pfäffikon, der das Konzert organisierte, für das Publikum und besonders Patronat Giorgio Stefanini- Ippoliti war der Abend eine musikalische Bereicherung.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Maria Pierson)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.09.2016

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schwyzkultur.ch/jp2SHX