Die Organistin und Kirchenmusikerin Mirjam Föllmi bestach mit ihrer feinfühligen Ausdrucksweise. Bild Josef Blattmann
Die Organistin und Kirchenmusikerin Mirjam Föllmi bestach mit ihrer feinfühligen Ausdrucksweise. Bild Josef Blattmann

Musik

Feierliche Orgelmatinee zur Adventszeit

Die Orgelmatinee vom vergangenen Samstag in der Pfarrkirche in Pfäffikon bot eine gute Gelegenheit zur Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

Die zweite Orgelmatinee der Saison stand ganz im Zeichen von Advent und Weihnachten. Die studierte Kirchenmusikerin und Organistin Mirjam Föllmi aus Pfäffikon erfreute die Zuhörer mit einem abwechslungsreichen Programm und mit ihrer feinfühligen Spielweise.«Mir ist es wichtig,die Menschen mit meiner Musik zu berühren. Ich möchte, dass der Funkten springt», erklärte Föllmi. Dass ihr dies vorzüglich gelungen ist, bewies der herzliche und langanhaltende Applaus am Schluss des Konzerts.

Feierliche und feine Klänge

Das Programm wurde feierlich,besinnlich eröffnet mit «Passacaglia in D BuxWV 161» von Dietrich Buxtehude. Die sich wiederholende Melodie vermittelte etwas Beständiges, die hohen Töne im zweiten Teil stimmten weihnächtlich. Von verschiedenen Klangarten und Rhythmuswechseln geprägt war Buxtehudes «Wie schön leuchtet der Morgenstern». Die variantenreiche Begleitung wurde ergänzt durch feine, liebliche Variationen, die dennoch mit Ausdruckskraft bestachen, oder sie zeigte sich leicht oder wieder fast jubilierend und endete mit warmen Klängen. Ernst Friedrich Richters Variation zu diesem Lied war eher in tiefen Tönen gehalten, ruhig und langsam. Auch das Kirchenlied «Macht hoch die Tür» war in zwei verschiedenen Bearbeitungen zu hören. Sehr dynamisch und virtuos erklang das Werk von Paul Müller-Zürich. Kaum merklich und fein war dabei die Melodie des bekannten Kirchenliedes zu erkennen. Wie ein musikalisches, hoffnungsvolles Zeichen in dieser schwierigen Zeit hörte sich Max Regers Version des im 17.Jahrhundert in Ostpreussen entstandenen Liedes an.

Mit Traurigkeit behangen

Obwohl teilweise mit barocken Trillern versehen, zeigte sich Johann Sebastian Bachs «Nun komm,der Heiden Heiland» getragen, feierlich, langsam und mit etwas Traurigkeit behangen. Vielleicht wollte Bach mit dieser Komposition eine von Sehnsucht geprägte Aufforderung zum Ausdruck bringen, dass er nun endlich kommen soll, der «Heiden Heiland». An der nächsten Orgelmatinee vom 9. Januar nächsten Jahres wird Martin Hobi an der Orgel zu hören sein.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Verena Blattmann)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.12.2015

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