Die Gewinnerband Smack.
Die Gewinnerband Smack.
«Wir können es noch gar nicht richtig fassen», sagen die fünf überwältigten Musiker. Bild Jamina Straub
«Wir können es noch gar nicht richtig fassen», sagen die fünf überwältigten Musiker. Bild Jamina Straub

Musik

Grosser Sieg für die Band Smack

Die fünf Mitglieder der Höfner Band Smack gewannen am Freitagabend den «My Coke Music Soundcheck» und somit den grössten Schweizer Musikwettbewerb.

Erleichterung und Freude zeichneten am Freitagabend kurz nach 23 Uhr die Gesichter von Allan, Sidney, Damian,Simon und Willem. Denn: Die fünf Mitglieder der Band Smack erreichten im Final des «My Coke Music Soundchecks», dem grösstem Schweizer Musikwettbewerb für Nachwuchstalente, den ersten Platz. Die Jungs konnten es noch gar nicht fassen: «Wir sind unglaublich glücklich.» Den Sieg hätten sie sich zwar erhofft, aber nicht erwartet. «Wir haben bei den Proben gesehen, dass die Konkurrenz sehr stark ist und gemerkt, dass es eng werden könnte», so Frontsänger Sidney Bader.


Ein grosser Auftritt


Stunden zuvor trafen sich rund 45 Freunde und Familienmitglieder am Pfäffiker Bahnhof, um gemeinsam zum Zürcher Club «Plaza» zu fahren. Alle wollten die Band an ihrem grossen Abend unterstützen und anfeuern. Dementsprechend heiter und aufgestellt war auch die Stimmung im Car, der den Jungs von Coca Cola zur Verfügung gestellt wurde. Währenddessen warteten die fünf Musiker gebannt auf ihren Auftritt. «Wir waren nervöser als vor anderen Auftritten»,waren sie sich einig. Die Nervosität war aber unbegründet: Die Jungs rockten gegen 21.15 Uhr die Bühne, als hätten sie nie etwas anderes in ihrem Leben gemacht. Die Fans und Zuschauer wurden mitgerissen und tanzten und sangen mit. «Es ist schon ein krasses Gefühl,wenn man sieht, wie Leute die eigenen Songs mitsingen », so Gitarrist Simon Eicher. Alle drei Bands, die im Final waren, hatten die Gelegenheit, während ungefähr 20 Minuten die dreiköpfige Jury um Rapper Stress, Lifestyle-Bloggerin Nives Arrigoni und den Geschäftsführer der Musikagentur Gadget, Reto Lazzarotto, von sich zu überzeugen. Diese zog sich dann zurück, um über den Sieger des Abends zu entscheiden. Das Urteil wurde gemäss Stress «kurz und schmerzlos» gefällt, bevor er dem Publikum mit seinem Auftritt noch einmal richtig einheizte. Die Jury habe die Band gewählt, welche am authentischsten ist und sich am ehesten im Musikbusiness durchsetzen kann.

50 000 Franken Gewinn
Diese Band war zweifellos Smack: Die Jungs hatten mit Abstand am meisten für Stimmung gesorgt und den Grossteil des Publikums auf ihrer Seite. Aber auch die anderen Finalisten gingen nicht mit leeren Händen nach Hause. Die drittplatzierten Eyebrows of Death aus Zürich erhielten 3500 Franken, die zweitplatzierten Forma aus Lausanne 5000 Franken. Zehn Mal mehr gewannen die gerade einmal 17- und 18-jährigen Jungs aus Ausserschwyz. Ein grosser Teil des Preisgeldes in der Höhe von 50 000 Franken wollen die fünf in ihre Band investieren. Mit Lazzarotto werden sie sich erstmals Ende dieses Monats treffen, um über die Zukunft der Band zu sprechen. Nach ihrem grossen Erfolg liessen die Jungs den Abend bodenständig an der Wollerauer Chilbi ausklingen und sich von ihren Freunden feiern. «Wir werden morgen wahrscheinlich immer noch nicht realisiert haben, dass wir gewonnen haben», meint Gitarrist Willem van der Boog. Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Jamina Straub)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.10.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/MYDqhS