Das Duo Praxedis, bestehend aus Tochter Praxedis Geneviève Hug und Mutter Praxedis Hug-Rütti, gab im Tertianum Huob, ein spezielles, aber wunderschönes Konzert. Bild Kurt Kassel
Das Duo Praxedis, bestehend aus Tochter Praxedis Geneviève Hug und Mutter Praxedis Hug-Rütti, gab im Tertianum Huob, ein spezielles, aber wunderschönes Konzert. Bild Kurt Kassel

Musik

Harfen- und Flügelklänge in perfekter Harmonie

Das Duo Praxedis, bestehend aus Mutter und Tochter, verzauberte am Donnerstag die Besucher im Tertianum Huob. Sie zeigten sich vom Konzert mit Harfe und Flügel begeistert.

Man ist sich schon gewohnt, dass die Verantwortlichen des Tertianum Huob für ihre Konzerte immer wieder namhafte Musiker oder Ensembles nach Pfäffikon holen. Und doch war das, was die zahlreichen Besucher am Donnerstag erlebten, etwas ganz Besonderes. Das Konzert des Duos Praxedis mit Harfe und Flügel und einem Programm von meisterhaft gespielter Klassik begeisterte. Vor allem die imposante Meisterharfe – gebaut in Starnberg von der Harfenbauer-Familienfirma Horngacher – imponierte mit ihrer Grösse von fast zwei Metern bei einem Gewicht von 50 Kilogramm und ihren in Handarbeit gefertigten diversen Schnitzereien, Vergoldungen sowie Empire-Ornamenten. Und wenn dieses Instrument von einer Künstlerin wie Praxedis Hug-Rütti gespielt wird, wird dessen Klang zu einer Wohltat für Ohren und Augen. Zusammen mit ihrer Tochter Praxedis Geneviève Hug am Flügel liess sie die musikalischen Seiten der Frühklassik wieder aufleben.

Instrumente als Inspiration

Die beiden so unterschiedlichen Instrumente bildeten zusammen einen einmaligen Klangkörper. Daher ist es verständlich, dass sie für viele namhafte Komponisten jener Zeit Inspirationsquelle für ihre Kompositionen waren. In Ermangelung neuerer Kompositionen arrangieren Mutter und Tochter diese selbst am Klavier. Die romantischen Kompositionen werden dann harmonisch auf die Harfe übertragen. Das musikalische Programm umfasste ein Divertimento über Themen von Mozart, die Ouvertüre zur Oper «Die diebische Elster» von Gioachino Rossini, Themen aus der Oper «Norma» von Vincenzo Bellini, «Boîte à Musique» von Ernst von Sauer und Themen aus der Oper «Lucia di Lammermoor» von Gaetano Donizetti.

Wieder aufleben lassen

Die beiden Musikerinnen, die ihre Instrumente so virtuos und perfekt beherrschen, sind auf dem bestem Weg, mit ihren internationalen Auftritten diese faszinierende Art von Musik, die schon fast in Vergessenheit geraten ist, wieder aufleben zu lassen.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Kurt Kassel)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.08.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/bx97V3