Ernteten grossen Applaus: (v. l.) Bernhard Isenring, Susann Brandenberg, Roman Künzli, Fabian Bucher, Mirjam Föllmi, Sybille van Veen, Raphaela Kümin und Miguel Hernandez. Bild Josef Blattmann
Ernteten grossen Applaus: (v. l.) Bernhard Isenring, Susann Brandenberg, Roman Künzli, Fabian Bucher, Mirjam Föllmi, Sybille van Veen, Raphaela Kümin und Miguel Hernandez. Bild Josef Blattmann

Musik

Mit Mozart in die dritte Adventswoche

Die Orgelmatinee vom Samstag in der Pfarrkirche St. Meinrad in Pfäffikon war besonders feierlich. Die Musiker und Sänger wurden dafür mit langanhaltendem, herzlichem Applaus belohnt.

Im Zentrum der zweiten Orgelmatinee der Saison stand die «Missa brevissima » von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit Mozarts lieblicher «Sonate in B» konnten sich die Zuhörer zu Beginn des Konzerts bestens auf das nachfolgende Programm einstimmen.


Mozarts unbekannte Messe


Bevor Johann Simon Kreuzpointner die «Missa brevissima» aus Skizzen und Fragmenten vollendete, war diese Messe unbekannt. Das Organistenvokalquartett, bestehend aus Mirjam Föllmi, Sybille van Veen, Fabian Bucher und Bernhard Isenring, nahm die Zuhörer bei der «Missa brevissima » mit gekonntem Gesang und ihren wohlklingenden Stimmen für sich ein. Musikalisch wurden sie begleitet von Roman Künzli (Orgel), Raphaela Kümin und Miguel Hernandez (Violine) sowie Susann Brandenberg (Kontrabass). Die Zuhörer durften sich, angefangen vom Kyrie bis hin zum Agnus Dei, das von einem wunderschönen Solo der Sopranistin Mirjam Föllmi eingeleitet wurde, an bestens vorgetragenem, feierlichem und andächtigem Gesang und wunderbarer Musik erfreuen.


Anspruchsvolles auf der Orgel


Ein weiteres Werk zum Innehalten und Geniessen war das «Alleluia» von Franz Xaver Süssmayr. Mit Mozarts «Andante für eine Walze und eine kleine Orgel» in F-Dur brillierte Roman Künzli mit viel Feingefühl auf der Orgel. Das interessante, anspruchsvolle Werk, das fein, lieblich und sehr melodiös daherkommt, zeigte sich zwischendurch mit ein paar gewollt disharmonischen Takten, um dann wieder mit einer Fülle von sprudelnden Tonfolgen und mit Walzertakten zu überraschen. «Eia gentes» von Joseph Haydn mit Orgel, Streichern und Gesang setzte den Schlusspunkt unter eine wiederum grossartige Orgelmatinee. Dem schnellen Stück verlieh das eher helle Soloregister der Orgel bei der Einleitung und den Zwischenspielen eine besondere Note.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Verena Blattmann

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.12.2018

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schwyzkultur.ch/2GGut6