Grossartiger Auftritt von Isabel Steinbach, Violine, und Pervez Mody am Klavier. Bild Verena Blattmann
Grossartiger Auftritt von Isabel Steinbach, Violine, und Pervez Mody am Klavier. Bild Verena Blattmann

Musik

Mit Temperament und Melancholie

In den Genuss eines musikalischen Leckerbissen kamen die Zuhörer im Tertianum Residenz Huob in Pfäffikon.

Das Duo Apassionata machte einmal mehr Halt in Pfäffikon und beeindruckte die Zuhörer mit einem abwechslungsreichen Programm. Was das Konzert komplett machte, war das harmonische Zusammenspiel von Isabel Steinbach (Violine) und Pervez Mody (Klavier).Das Konzert zeugte von bemerkenswerter Virtuosität und Leidenschaft und einer unglaublichen Dynamik. Das Ganze wurde mit sehr viel Gefühl veredelt.


Melancholisches aus dem Norden


Mit fünf Sätzen aus den beiden Suiten «Peer Gynt» des nationalromantischen norwegischen Komponisten Edvard Grieg konnten sich die beiden musikalisch in allen Belangen ausleben. Die Zuhörer bekamen mit dem Satz «Morgenstimmung » und «Solvejgs Lied» sehr gefühlsbetonte Musik zu hören. Dramatik zeichnete den Satz «Heimkehr » aus. Die von Béla Bartók interpretierten rumänischen Volkstänze verbreiteten Temperament, Melancholie und Fröhlichkeit gleichermassen.


Temperamentvolles aus Osteuropa


Bekannt und beliebt ist der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms. Genussvoll liessen sich die Zuhörer musikalisch in eine andere Welt, vielleicht in die Weite der Puszta-Landschaft, hineinversetzen. Henry Cowell (1897 bis 1965) war ein amerikanischer Komponist mit irischen Wurzeln.Seine Suite in sechs Sätzen für Violine und Klavier sprach die ganze Palette an Emotionen an. Einem fröhlichen Tanz zum Schluss ging ein sehr trauriger fünfter Satz voraus, gleich einer feinfühligen, bisweilen beinahe verzweifelten Zwiesprache zwischen den beiden Instrumenten. Mit «Introduction et Rondo Cappriccioso» von Camille Saint Saëns liessen die beiden Musiker zum Schluss des Konzerts nochmals ihr grosses Können aufblitzen. Das Besondere an diesem Werk ist,dass der Komponist Georges Bizet das ursprünglich für Violine und Orchester konzipierte Werk Saint Saëns umarrangierte und die Orchester- auf eine Klavierstimme reduzierte. Elemente Bizets aus der Oper Carmen waren in diesem grossartigen Werk – als abwechslungsreiche klangliche Farbtupfer – immer wieder herauszuhören.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Verena Blattmann

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

20.09.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/cuyd5b