Das Duo «Ayres» liess die Konzertbesucher auf der Ufnau einen Abend lang eine neue Musikwelt entdecken. Bild hk
Das Duo «Ayres» liess die Konzertbesucher auf der Ufnau einen Abend lang eine neue Musikwelt entdecken. Bild hk

Musik

Musikalische Welten entdeckt

Im Rahmen der Konzertreihe «Musiksommer am Zürichsee» war die Kirche St. Peter und Paul auf der Ufnau am Freitagabend Kulisse eines grandiosen Konzerts von zwei Künstlern mit gegensätzlichem Hintergrund.

Der Organisator der Konzertreihe «Musiksommer am Zürichsee», Giovanni Bria, hatte in doppelter Hinsicht eine glückliche Hand. Einmal wegen der Kirche als Konzertort, dann aber auch wegen der zwei Künstler, die er am Freitag auf dem Programm hatte: das Duo «Ayres» mit Taylan Arikan (türkische Langhalslaute) und dem argentinischen Gitarristen Julio Azcano.

Verschiende Musikrichtungen

War es Jazz?Nein. War es Klassisch? Nein. Folklore war es auch nicht. Vielmehr waren es Elemente von all diesen und vielen anderen Musikrichtungen, die die beiden Künstler einen Abend lang verfremdeten und zu einer neuen Einheit verschmolzen, eine neue Musikwelt entstehen liessen. Improvisation wurde zur Komposition, die Gitarre konkurrierte mit der türkischen Langhalslaute Baglama, um sich dann wieder mit ihr zusammenzufinden. Beiden Künstlern gemeinsam ist das unendlich feine Gefühl für Harmonie und atmosphärische Dichte.

Herrder Saiteninstrumente

Beide sind sie Profis, Könner, Herr über ihre Saiteninstrumente. Während die Gitarre des Argentiniers Azcano irgendwie dominanter wirkte, erinnerte die türkische Laute an den Orient, an arabische Klänge. Der in der Schweiz aufgewachsene Türke Arikan spielte sie nicht nur, er benützte ihren Klangkörper gelegentlich auch als Perkussion, schlug darauf Rhythmus, hörte auf sie. Er erklärte, dass sein Instrument in der Türkei zur Folklore benützt werde, und er zeige jetzt, wie man es eigentlich nicht spiele – und das klang einfach umwerfend.

Musikalischer Dialog

Miteinander spielten die beiden, gegeneinander spielten sie, Harmonien lösten sich mit Disharmonien ab, es war ein musikalischer Dialog zwischen Südamerika und Vorderasien, jedes Stück war eine Eigenkomposition. Es war beeindruckend, den beiden virtuosen Könnern zuzuhören. Das emppfanden auch die Besucher in der bis auf den letzten Platz besetzen Kirche. Sie spendeten tosenden Applaus für das Dargebotene.fanden auch die Besucher in der bis auf den letzten Platz besetzen Kirche. Sie spendeten tosenden Applaus für das Dargebotene.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.07.2011

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www.schwyzkultur.ch/xqnTBq