Der Sänger Bastian Thomas Kohl und Pianist Pedro Beriso, beide engagiert am Opernhaus in Zürich, begeisterten die zahlreich erschienenen Zuhörer. Bild Verena Blattmann
Der Sänger Bastian Thomas Kohl und Pianist Pedro Beriso, beide engagiert am Opernhaus in Zürich, begeisterten die zahlreich erschienenen Zuhörer. Bild Verena Blattmann

Musik

Musikalischer Leckerbissen für Opernliebhaber

Das strahlende Frühlingswetter stellte keine Konkurrenz zum gestern Nachmittag aufgeführten Konzert im Tertianum Residenz Huob in Pfäffikon dar. Das zahlreich erschienene Publikum wurde nicht enttäuscht.

Es ist bekannt, dass im Tertianum Residenz Huob viele qualitativ gute, vielseitige Konzerte auf dem Programm stehen. Gestern Nachmittag gab es aber einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen zu hören. Aus Zürich waren Sänger Bastian Thomas Kohl (Bass) und Pedro Bersio (Piano) zu Gast mit einem Programm, das mit einer Ouvertüre, Opernarien und Liedern aus zwei Musicals bestückt war. Sänger Bastian Thomas Kohl sowie auch Pianist Pedro Beriso sind beide am Opernhaus in Zürich engagiert.Entsprechend professionell und hochstehend zeigte sich das rund einstündige Konzert. Speziell an diesem Konzert war, dass zwischendurch Originaltexte aus den entsprechenden Opern gesprochen wurden und das Publikum so auch in den Genuss der schauspielerischen Fähigkeiten der beiden Künstler kam.

Arien aus berühmten Opern

Aus Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte» kündigte zu Beginn des Konzerts «Der Marsch der Priester» würdevoll die Ankunft der Priester mit Sarastro an der Spitze an. Mit der Arie «In diesen heiligen Hallen» hatten Sänger und Pianist, die wunderbar miteinander harmonierten, das Publikum bereits auf ihrer Seite. Die zweite Arie Sarastros «Oh Isis und Osiris» berührte und beeindruckte ebenso.Die Rolle des Sarastro scheint Kohl, von seiner Ausstrahlung und seiner wohlklingenden und vollen Stimme her, auf den Leib geschrieben zu sein. Das ansprechende Programm enthielt weitere Arien berühmter Opern sowie auch die von Pedro Beriso vorgetragene Ouvertüre aus «Der Rosenkavalier » von Richard Strauss. Im Lied «Wenn ich einmal Reich wär» träumt der in Armut lebende Milchmann Tewje von «so vielen Hühnern und Gänsen, dass alles nur so quietscht und schreit». Das berühmte Lied aus Anatevka wurde treffend interpretiert. Auch das schöne, ausdrucksvolle Lied «Old man river» aus dem Musical «Showboat» liess sehnsuchtsvolle Gefühle aufkommen und vermittelte die Erhabenheit des träge dahinfliessenden Mississippi.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Verena Blattmann)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.03.2016

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schwyzkultur.ch/W7GXFe