Thomas Dobler (Vibraphon), Stephan Kurmann (Bass) und Andy Scherrer (Saxophon) waren aufeinander eingespielt und ausdrucksstark.
Thomas Dobler (Vibraphon), Stephan Kurmann (Bass) und Andy Scherrer (Saxophon) waren aufeinander eingespielt und ausdrucksstark.
Marianne Racine nahm mit ihrer wandelbaren Stimme das Publikum für sich ein. Bilder Lilo Etter
Marianne Racine nahm mit ihrer wandelbaren Stimme das Publikum für sich ein. Bilder Lilo Etter

Musik

Musiksommer: Rassiger Rhythmus voller Wärme

Brasilianische Klänge erfüllten am Sonntagabend im Rahmen der Konzerte des Musiksommers am Zürichsee 2010 das Forum Leonardo da Vinci im Hotel «Seedamm Plaza». Thomas Doblers «Saudade do Brazil» bezauberte die zahlreichen Zuhörer mit lebhafter Leichtigkeit.

Nicht mehr in der Hotelhalle, sondern erstmals im Forum Leonardo Da Vinci gespielt, bekam das traditionelle Konzert jeweils am letzten Sonntag im Juli im Hotel «Seedamm Plaza» einen intimeren Charakter. Thomas Doblers «Saudade do Brazil» mit Thomas Dobler (Vibraphon), Marianne Racine (Vocal), Andy Scherrer (Saxophon), Stephan Kurmann (Bass) und Peter Schmidlin (Drums) wussten südamerikanischen Rhythmus und Lebensenergie mit einem Schuss Schalk und einem Anflug von Melancholie harmonisch zu verbinden und das Publikum damit zu begeistern.

Bekannte Melodien

Neben rassigen brasilianischen Klängen kamen zwei bekannte Melodien von Burt Bacharach «I’ll never fall in Love again» und «The Look of Love» zu Gehör sowie «We forget how fragile we are» von Sting, sensibel gesungen von Marianne Racine, begleitet von Stephan Kurmann (Bass) und Andy Scherrer (Saxophon). Jeder der Musiker gab beeindruckende Soloeinlagen, welche mit spontanem Zwischenapplaus bedacht wurden. In ihrem letzten Lied besang Racine mit temperamentvoller Zuversicht das Glück und auch die folgende, kräftig herbeigeklatschte erste Zugabe war geprägt von Rasse und Rhythmus. Da das Publikum aber noch nicht genug von dieser lebensfrohen Musik hatte, wurde mit «Summertime» aus der Oper «Porgy and Bess» von George Gershwin noch eine eigenwillig interpretierte, feinfühlige zweite Zugabe gewährt.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.07.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/sUFRna