Beim Programm Swingin’ Ladies + 2 ist für einmal Jazz statt Klassik zu hören. Bild zvg
Beim Programm Swingin’ Ladies + 2 ist für einmal Jazz statt Klassik zu hören. Bild zvg

Musik

Musiksommer wird auch jazzig

Im vierten Konzert der Saison präsentiert der Musiksommer am Zürichsee am Sonntag, 23. Juli, um 20 Uhr im «Seedamm Plaza» in Pfäffikon die Jazz-Formation Swingin’ Ladies + 2 mit Werken von «Joplin to Jobim».

Der renommierte Klarinettist und Saxofonist Engelbert Wrobel war in den zwei zurückliegenden Jahrzehnten oft Gast in bekannten Jazzlokalen und hat viele interessante Mitmusiker im Gepäck. Beim Programm Swingin’ Ladies + 2 sind es die Bassistin und Sängerin Nicki Parrott und das Ehepaar Stephanie Trick und Paolo Alderighi – vierhändig auf dem Piano. Diese Formation garantiert Unterhaltung und Groove auf höchstem Niveau. Das «Menü»: Ragtime (Scott Joplin), Swing, Hot Jazz, Blues und Boogie Woogie bis zum Bossa, dessen berühmtester Protagonist bis heute Antônio Carlos Jobim ist, Schöpfer so bekannter Melodien wie «The Girl From Ipanema».

Überragende Kritiken

Nicki Parrott «könnte jeden dazu bringen, Jazz zu lieben» (Cabaret Szene 2013). «Sie hat diese spezielle Gabe, die man nicht in einem Musikladen kaufen kann» (Les Paul). «Auch auf die Gefahr hin, als Chauvinist bezeichnet zu werden: Parrott ist die Lady-Bassistin und Sängerin, deren Schönheit mit ihrer Musikalität übereinstimmt.» (Downbeat November 2010). «Es gibt nur einige wenige Künstler, die Star-Qualitäten haben. Es ist eine Kombination von Talent und Charisma, die sie dazu befähigt, sich aus einer Gruppe abzuheben und ein Publikum zu begeistern. » (Joe Lang) Stephanie Trick «beherrscht die Kunst des Stride-Piano-Stils» vermerkt der Rezensent Jack Rummel. Mit einem swingenden Stil, der sowohl Boogie Woogie und Blues der späten 1920er-Ära, als auch Fats Waller und Ralph Sutton umfasst, hat Stephanie in vielen Teilen der USA, Europas und Japans zu den verschiedensten Anlässen konzertiert. Ihre Live-CD gewann den «New Talent Prize 2011» des Hot Club of France. Der legendäre Pianist Dick Hyman schrieb über sie: «Eines der schönsten Geschenke, welches in der letzten Zeit der Jazz-Piano-Szene beschert wurde, wir könnten nicht erfreuter sein.»

«Meister der Authentizität»

Engelbert Wrobel «ist ein Meister der Authentizität. Sein vollendetes Klarinettenspiel verbindet höchste musikalische Ansprüche mit bekennender Lebensfreude zu einer unvergleichlichen Bühnenpräsenz.» – «Wrobel spielt Goodman nicht einfach nur nach, seine Interpretation reflektiert immer perfekt den Geist des grossen Bandleaders. Wir hören Goodman auf Engelsflügeln weitergetragen ins 21. Jahrhundert. Fabulös, was Wrobel da aus seinem Instrument zaubert.» Das Line-up wird durch den italienischen Pianisten Paolo Alderighi komplettiert, der seit 2005 musikalischer Partner von Engelbert Wrobel im International Hot Jazz Quartet ist. Der amerikanische Jazz-Rezensent Michael Steinman beschreibt Paolo folgendermassen: «Obwohl einige Paolo als Jazzpianisten, tollen jungen Musiker oder überdurchschnittlich begabten Improvisator betiteln, so ist seine wahre Charakterisierung sowohl einfacher als auch tiefgreifender. Paolo ist Könner und Künstler der Schönheit kreiert. Seine Musik berührt, ist voller Überraschungen und verbreitet Licht.» Musiksommer am Zürichsee freut sich, das interessierte Publikum unter dem Patronat von Swiss Casinos zu einem Jazz-Event begrüssen zu können.

Der Eintritt ist frei (Kollekte). Weitere Informationen sind unter www.musiksommer.ch erhältlich.

Höfner Volksblatt (eing.)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.07.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/DBfAQe