Das Nexus reedquintett verzauberte die Zuhörer. Bild Eveline Corti
Das Nexus reedquintett verzauberte die Zuhörer. Bild Eveline Corti

Musik

Neue Dimensionen der Kammermusik

In neue Dimensionen führte das Bläserquintett Nexus reedquintett am Sonntagabend. Der Schlossturm in Pfäffikon bot zur Kammermusik den passenden Rahmen.

Das Nexus reedquintett setzt sich aus fünf jungen Leuten zusammen, die ihr Rohrblattinstrument perfekt beherrschen. Das seit zwei Jahren bestehende Ensemble bildet sich regelmässig an Schweizer Musikhochschulen weiter. Nebst dem Lachner Saxofonisten Sandro Blank spielen Annatina Kull, Marita Kohler, Nicola Katz und Maurus Conte im Ensemble mit.

Ungewohntes Instrumentenbild

Ein eher ungewohntes Bild für Kammermusik präsentierte sich mit den Instrumenten Oboe, Klarinette, Fagott, Saxophon und Bassklarinette. Die Interpretation der Goldbergvariationen von J. S. Bach überzeugte jedoch vollends. Diese Variationen gehören heute zu den besten Beispielen der Musikkunst für Tasteninstrumente. Die erste Ausgabe der Goldbergvariationen nannte sich 1741 bescheiden, «Klavier Übung bestehend in einer Aria mit verschiedenen Veränderungen». Eigentlich hätte diese Komposition des Cembalists J.G. Goldberg seinem an Schlaflosigkeit leidenden Dienstherrn zum Schlaf verhelfen sollen.

Aus Dornröschenschlaf erwacht

270 Jahre später spielt das Nexus reedquintett nur mit Rohrblattinstrumenten die Variationen, mit den wunderbaren Klangfarben ihrer Instrumente. Das harmonische Zusammenspiel und die alten dicken Mauern des Schlossturms zogen die Zuhörer in ihren Bann. Nach dem letzten ausklingenden Ton erwachten die Zuhörer nur langsam aus einem Dornröschenschlaf und liessen die Klänge träumend noch ein wenig nachwirken.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

11.12.2012

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schwyzkultur.ch/u7UrVr