Tamara Shpiljuk spielte mit viel Leidenschaft und Gefühl.
Tamara Shpiljuk spielte mit viel Leidenschaft und Gefühl.

Musik

Operetten und andere Melodien

Dem Klavierkonzert im Tertianum Huob in Pfäffikon gestern Nachmittag den Vorzug zu geben und den Liegestuhl am schattigen Plätzchen links liegen zu lassen, hatte sich für die Operettenliebhaber mehr als gelohnt. Die Solopianistin Tamara Shpiljuk bezauberte mit ihrem einstündigen Konzert.

Tamara Shpiljuk stammt ursprünglich aus der Ukraine und lebt schon seit vielen Jahren in Deutschland. Auf ihrer Tournee machte sie auch im Tertianum Huob in Pfäffikon Halt. Bei ihrem ansprechenden Programm kamen insbesondere die Operettenliebhaber auf ihre Kosten. So bekam das Publikum entsprechend Melodien der grossen Operettenkomponisten Robert Stolz, Franz Lehar, Emmerich Kàlmà und Jacques Offenbach zu hören. «Es ist das Lied von Leid und Lust», erklärte Shpiljuk, bevor sie mit viel Leidenschaft Robert Stolz’ «Spiel auf deiner Geige» zu spielen begann, dessen Melodie vom Angekündigtenerzählte.

Berühmte Operettenmelodien

«Bacarole» aus Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach, diese schöne, ruhige Melodie, war wieder eher etwas zum Träumen. Franz Lehars bekanntes «Vilja-Lied» aus der «Lustigen Witwe» mit seiner schmeichelnden Melodie verleitete die Zuhörer gar zum Mitsummen. EinTeil des Programms bestand indessen auch aus anderen Stücken. Die Weite der russischen Steppe mag dem Zuhörer beim «Russischen Walzer» in den Sinn gekommen sein. Leidenschaft flammte auf beim bekannten «Tango» des dänischen Komponisten Jacob Gade.

Er schrieb den weltbekannten Tango für die Begleitung verschiedener Stummfilme. Das Stück «Meditation» von Jules Massenet, ursprünglich für Geige komponiert, eignete sich ausgezeichnet, um etwas innezuhalten und zu sicher selber zu finden.Tamara Shpiljuks Spiel ist nicht nur von hoher Qualität, sie scheint auch etwas von ihrer «russischen Seele» in ihreMusik hineinzulegen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.07.2013

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schwyzkultur.ch/jYrTD1