Juan Mateo Revilla am Cello und Angel Montero an der Orgel erweiterten für einmal das Spektrum der Orgelmatinee. Bild Paul A. Good
Juan Mateo Revilla am Cello und Angel Montero an der Orgel erweiterten für einmal das Spektrum der Orgelmatinee. Bild Paul A. Good

Musik

Premiere an der Orgelmatinee

Erstmals hat sich an der Orgelmatinee in der Pfarrkirche Pfäffikon ein Cello zur Orgel gesellt. Gastmusiker waren Juan Mateo Revilla (Cello) und Angel Montero (Orgel).

Am Samstagmorgen kamen die zahlreichen Zuhörer an der Orgelmatinee in der St. Meinradskirche in Pfäffikon in den Genuss eines ganz besonderen Konzertes, in welchem die Orgel für einmal als Begleitinstrument des Cellos zu hören war. Verantwortlich dafür waren die beiden ursprünglich aus Spanien stammenden Musiker Juan Mateo-Revilla (Cello) und Angel Montero (Orgel), die als Duo bereits an vielen Konzerten in verschiedenen Ländern ihr Können unter Beweis stellen durften.


Instrumente «verschmelzen»


Das Konzert begann mit der viersätzigen «E-Moll-Sonate für Cello und Orgel» des italienischen Barockkomponisten Antonio Vivaldi. Schon diese Komposition bewies, wie gut sich die beiden Instrumente ergänzen und miteinander verschmelzen lassen. In diesem Werk übte die Orgel, von Angelo Montero einfühlsam gespielt, noch eine eher begleitende Funktion aus, Juan Mateo Revilla am führenden Cello brachte den Charakter der barocken Komposition mit je zwei Largos und Allegros meisterhaft zur Geltung. Im anschliessenden «Kol Nidrei» von Max Bruch wurde die Orgel zum ebenbürtigen musikalischen Partner des Cellisten, vor allem auch bedingt durch die Tatsache, dass der Orchesterpart dieses Werkes für die Orgel eingerichtet worden war. Basierend auf dem jüdischen Gebet «Kol Nidre» hat Max Bruch ein feinfühliges Werk geschaffen, in dem sich Moll und Dur abwechseln, und das durch eine äusserst ausdrucksstarke Melodie geprägt ist.


Gelungener Abschluss


Die beiden Musiker beendeten das Konzert mit einer weiteren expressiven Komposition, der «Legend Child Jesus in His Garden, op. 54» von Peter Tschaikowski, ursprünglich ein Lied für Gesang und Klavier. Noch einmal wurde das grosse Können der beiden Instrumentalisten hörbar, mit langanhaltendem verdientem Applaus forderten die Besucher eine Zugabe, die Juan Mateo Revilla und Angel Montero gerne gaben. Man hätte diesen beiden virtuosen, aber feinfühligen Musikern gerne noch länger zugehört. 


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Paul A. Good

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

12.12.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/VhHpy5