Das Kanti-Orchester konzertierte zum letzten Mal in dieser Formation. Bild Bettina Schärlinger
Das Kanti-Orchester konzertierte zum letzten Mal in dieser Formation. Bild Bettina Schärlinger

Musik

Schwieriges Thema leicht gespielt

Am Sonntagabend erfreute das Kanti-Orchester in der Aula der Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon die Zuhörer mit einem buntgemischten Programm. Eröffnet wurde das Konzert mit Tschaikowskys bekannter Ouvertüre zur «Nussknacker-Suite».

«Das Orchester spielt in dieser Besetzung zum letzten Mal, da acht Maturanden im Sommer ihre Kantizeit beenden werden», erklärte Urs Bamert, Dirigent und musikalischer Betreuer der jungen Musiker, in seiner Begrüssung. Das Konzertprogramm war ein Ausschnitt dessen, was im laufenden Schuljahr für schulinterne Anlässe einstudiert worden war. Während der Frühlingsferien haben sich die Orchestermitglieder im Hindemith-Musikzentrum in Blonay, Kanton Waadt, intensiv auf dieses Abschlusskonzert vorbereitet.

Von Klassik über Jazz zu Musical

Nach «Slawischer Tanz Nr. 8» von Antonin Dvorák stellten sich die Spieler einer Herausforderung. Die Orchestersuite «Niemandsland» vom deutschen Komponisten Hanns Eisler, welcher auch die Nationalhymne der ehemaligen DDR komponierte, verlangte von den Jugendlichen viel Disziplin und grosse Konzentration. Aber das Orchester spielte das Vorspiel und die folgenden vier Sätze mit Leichtigkeit. Das Publikum zeigte durch den langanhaltenden Applaus grosse Anerkennung. Die Suite bildete die Brücke zwischen dem klassischen Konzertteil zu den moderneren Orchesterklängen.

Liebeserklärung

In «Somewhere» aus dem Musical «West Side Story» von Leonard Bernstein brillierte Mirjam Wyler, welche den Solopart der Klarinette sehr gefühlvoll spielte und der Liebeserklärung zwischen Maria und Tony eine ganz besondere Note verlieh. Bevor das Konzert mit der Titelmelodie des Italo-Western «The Good, the Bad and the Ugly» von Ennio Morricone beendet wurde, präsentierte das Orchester das Jazzstück «Splanky» von Neal Hefti, welches im Musiklager einstudiert und anlässlich dieses Konzertes zum ersten Mal vor Publikum aufgeführt wurde. Die groovigen Klänge kamen beim Publikum sehr gut an und zeigten, wie vielseitig die Musikstile dieser Orchesterformation sind.

Spanisch verabschiedet

Mit den spanischen Klängen von «El torro» des Komponisten Günter Noris verabschiedeten sich die jungen Musiker und Dirigent Urs Bamert vom begeisterten Publikum.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.05.2011

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www.schwyzkultur.ch/1MtG6Y