Am Piano Michael Glock, begleitet von seiner Frau, der Sopranistin Martina Glock. Bild Nathalie Müller
Am Piano Michael Glock, begleitet von seiner Frau, der Sopranistin Martina Glock. Bild Nathalie Müller

Musik

Versinken in frühere Zeiten

Der Konzertnachmittag im Tertianum in Pfäffikon bescherte den Besuchern am Montag überschwängliche, einfühlsame und liebliche Lieder aus verschiedenen Epochen. Das Duo Campana verstand es, sein buntes Repertoire meisterlich mit Gesang und Klavierspiel vorzutragen.

Campana ist lateinisch und bedeutet Glocke. Das Wort steht für den Nachnamen des Künstlerehepaars Michael und Martina Glock. Seit 1988 konzertieren die beiden Künstler zusammen im In- und Ausland. Ihr musikalisches Repertoire reicht von Barock und Klassik über romantische Lieder und moderne Musik bis hin zu Operette, Musical und Popmusik.

Vollendete Harmonie

Am Montagnachmittag präsentierte das Duo dem Publikum in der Seniorenresidenz Tertianum musikalische Harmonie in lieblicher Vollendung. Den Auftakt machten zwei Werke aus der Epoche der Romantik: «Widmung » von Robert Schumann und «Nur wer die Sehnsucht kennt» von Peter Tschaikowsky. Anschliessend folgte mit Luc Plamondon und Frédéric A. Baron ein Wechsel in die französische Sprache. Äusserst feinfühlig besang Martina Glock die schöne Esmeralda aus «Belle». Traurigkeit, Depression und Melancholie erklangen ausdrucksstark bei «Après toi, le déluge». In diesem Lied ging es um das Verlassenwerden und das Enden einer Liebe.

Bekannte Lieder

Weltbekannte Lieder wie Georges Bizets «Carmen» oder aus der Oper «Figaros Hochzeit» sorgten für Abwechslung und führten allmählich in die Moderne mit Liedern von Andrew Lloyd Webber oder Mani Matters «Hemmige». Zum Mitsingen luden Stücke aus den 1930er- und 1940er-Jahren ein. «Ein Lied geht um die Welt», «Immer wenn ich glücklich bin» oder «Tausend rote Rosen blühn’» weckten die Erinnerungen der Zuschauer und liessen die Stunde ausklingen.

Zwei Meister ihres Fachs

Martina Glock, geboren in Zürich, studierte Gesang bei Susanne Larsson an der Musikhochschule Zürich, bei Christine Vallon in Ludwigsburg sowie bei Emma Kirkby in London. Sie hat bereits zahlreiche Solopartien in Musicals und Oratorien gestaltet. Michael Glock, geboren in Lüdenscheid, studierte Klavier in Hamburg, Heidelberg und zuletzt in London bei John Lenehan. Während seiner Studienzeit gewann er mehrere Stipendien und nahm an zahlreichen internationalen Meisterkursen teil, unter anderem bei Paul Badura-Skoda, Joanna Mac Gregor, Vitalij Margulis, Jörg Demus und Menahem Pressler (Beaux Arts Trio). 1995 absolvierte er mit Auszeichnung das Konzertdiplom Klavier am Royal College of Music in London, wo er seitdem Ehrenmitglied ist.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.04.2010

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schwyzkultur.ch/1iVfZ1