Miroslav Boyadzhiev (links) und Doychin Raychev spielten sich durch Werke der klassischen Musik. Bild Verena Blattmann
Miroslav Boyadzhiev (links) und Doychin Raychev spielten sich durch Werke der klassischen Musik. Bild Verena Blattmann

Musik

Virtuoses Zusammenspiel gezeigt

Liebhaber von Klavierkonzerten kamen am Dienstag auf ihre Kosten. Das Duo Accento war bereits zum dritten Mal imTertianum Huob zu Gast. Im Wissen um das beeindruckende Spiel der beiden Pianisten fanden sich viele Zuhörer zu diesem Streifzug durch die klassische Musik ein.

Seit 2002 leben sie in der Schweiz, die beiden bulgarischen Konzertpianisten Doychin Raychev und Miroslav Boyadzhiev. Ihre Spezialität ist das vierhändige Klavierspiel. Die meisten der vorgetragenen Werke wurden ursprünglich für Orchester konzipiert und danach für Klavier vierhändig arrangiert. Das Konzert zeigte sich vielseitig und beinhaltete Werke verschiedenster Komponisten.

Was gibt es Erfrischenderes, als ein Konzert mit Mozart zu beginnen. Die Ouvertüre zur Oper «Die Zauberflöte » öffnete Herz und Sinne für die musikalischen Leckerbissen, die noch folgten. Ganz anders das zweite Werk, das 80 Jahre später von Georges Bizet komponiert wurde. Die temperamentvolle Ouvertüre zur Oper «Carmen» forderte geradezu auf, sich gedanklich dem Torero anzuschliessen und mit ihm in den Kampf zu ziehen.

Feinfühlig und temperamentvoll

Liebreizend, fröhlich und im Dreiviertel-Takt schwelgend, erzählten die beiden Musiker auf dem Piano «Geschichten aus dem Wienerwald» von Johann Strauss. Mit der «Nocturno » von Frédéric Chopin wurde ins ruhigere, besinnlichere und melancholische Genre gewechselt.

Der deutsche Komponist Johannes Brahms komponierte einige sehr schöne, besinnliche Walzer, die zum Träumen verleiten. Ebenso bekannt sind seine UngarischenTänze, die vor Temperament und Leidenschaft nur so sprühen. Das Publikum bekam beides zu hören und war einerseits fasziniert von der Feinfühligkeit und Besinnlichkeit, mit welcher der Walzer gespielt wurde, und andererseits von der schwindelerregenden Virtuosität bei den beiden Ungarischen Tänzen. Diese waren voller Leben; die auf-reizend langsamen Passagen da-zwischen bauten die Spannung zu den extrem rasanten Takten noch auf und rissen richtiggehend mit. Es war musikalisch bereichernd, diesen beiden Pianisten, deren Finger sich wie selbstverständlich über die Tasten zu bewegen scheinen, zuzuhören und ihr harmonisches Zusammenspiel zu geniessen.

Höfner Volksblatt und March Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

02.05.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/Pcw7a5