Dem Kanton Graubünden ein musikalisches Kränzchen gewindet: Zwei erfolgreiche Konzerte der Harmonie Freienbach. Bild Louis Hensler
Dem Kanton Graubünden ein musikalisches Kränzchen gewindet: Zwei erfolgreiche Konzerte der Harmonie Freienbach. Bild Louis Hensler

Musik

Viva Grischuna und ein Allegra

Die Harmonie Freienbach überzeugte an zwei Konzerten auch mit rätoromanisch.

 Traditionell fand das Frühlingskonzert der Harmonie Freienbach an zwei Tagen statt: am Kulturwochende in der Turnhalle Schwerzi,am Sonntag in der Aula der Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon. Beide Male waren die Hallen sehr gut gefüllt. Mit «Salids al Grischun», einem Stück von Jean-Pierre Fleury, wurde das Konzert eröffnet. Somit war das Thema dann auch allen klar – Graubünden. Während beim Abendkonzert zusätzlich eine Gerstensuppe als kulinarische Spezialität servierte wurde, konnte am späten Nachmittag in der KSA ein schöner Wettbewerbspreis gewonnen werden.


Sagen und Unterhaltung


Die Harmonie, unter der Leitung von Valentin Vogt, zeigte sich gewohnt souverän. In seiner Begrüssung meinte Präsident David Kümin, man solle für einen Moment den Stress vergessen und sich an einen etwas gemütlicheren Ort entführen lassen. «La sera sper il lag» machte es dann auch leicht, sich in Gedanken an einen lauen Som- merabend an einen Bündner See entführen zu lassen. Für die Moderation des Konzertes wurde das Duo Sagenpack eingeladen. Nadine-Sara Lüthi und Claudia Brunner, zwei junge Schauspielerinnen, welche, wenn sie nicht gerade auf der Theaterbühne stehen, mit Sack und Pack durchs Land reisen und überall auf interessante Geschichten und Sagen stossen. In humoristischer Art und Weise führten sie durch den Abend. Ihre Sage vom Müller, der ein Eselsei kaufte, zog die Zuschauer in ihren Bann und sorgte zum Schluss für verwunderliches Lachen.


Tolle Solisten


Die Blechbläser der Harmonie vereinigten sich im Stück «Buna Sera Biala» zu einer homogenen Einheit und zeigten ihr Können auf eindrückliche Weise. Als danach dann auch noch «Mohamed der Engadiner», ein Stück vom Bündner Klarinettisten Domenic Janett, seinen Auftritt hatte, wurde schnell klar, dass auch die Holzbläser klasse sind. Anzumerken ist noch, dass Dirigent Valentin Vogt seine Fähigkeiten als Arrangeur eingebracht hat. Mit lüpfiger Volksmusik ging das Konzert dem Ende entgegen. Es blies der «Maloja Wind», ein Schottisch von Ueli Moser,und nach der zweiten Zugabe erklang das bekannte Lied «Buna notg dorma bain». Am ersten Konzertabend in Freienbach ging dann das Fest noch weiter. Mit Festbeiz und musikalischer Unterhaltung durch das Trio «Val Tuorser » konnte bis spät in die Nacht auf den Kanton Graubünden und einen gelungenen Auftritt angestossen werden.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Louis Hensler

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

01.05.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/bUDnEW