Sie bescherten den Zuhörern einen wunderschönen musikalischen Abend: (v. l.) Dani Häusler, Willi Valotti und Maryna Burch. Bild Kurt Kassel
Sie bescherten den Zuhörern einen wunderschönen musikalischen Abend: (v. l.) Dani Häusler, Willi Valotti und Maryna Burch. Bild Kurt Kassel

Musik

Volksmusik auf der Kirchenorgel

Maryna Burch ist mit ihren Bergmusik-Konzerten in Ausserschwyz bereits eine gute Bekannte. So verwunderte es nicht, dass die katholische Kirche Pfäffikon am Sonntagabend bei ihrem neusten Konzert fast voll besetzt war. Diesmal waren mit Dani Häusler, Schwyz, und Willi Valotti, Nesslau, zwei Koryphäen der Volksmusik mit dabei.

Dass die Orgel schon in alten Zeiten zur Volksmusik gehörte, zeigen die Hausorgeln, die man noch ab und zu im Toggenburg oder im Bernbiet in Bauernhäusern sehen kann. So abwegig ist also die Kombination von der Orgel mit Instrumenten der Volksmusik nicht. Und vor allem nicht, wenn drei der Besten ihres Fachs zusammen musizieren. Maryna Burch-Petrychenko, die ihre höchsten Diplome in Musik in Kiew gemacht hat, lebt seit zwölf Jahren mit ihrem Ehemann Gottfried in Sarnen und ist seit vielen Jahren eine Liebhaberin der Schweizer Volksmusik. Hätte sie unsere Musik schon früher gekannt, würde sie heute vielleicht Hackbrett oder Schwyzerörgeli spielen. Die Virtuosin auf der Orgel schreibt auch ihre Arrangements selber und findet immer wieder ganz spezielle Transkriptionen. Ihrem Spiel in der Stille der Kirche mit der besonderen Akustik zu lauschen, ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.

Verschiedene Kompositionen

Dieses Mal standen ihr ihre Mitmusiker in nichts nach. Dani Häusler, der 37-jährige Galgener, beherrscht die Blasinstrumente wie kein Zweiter. Als Berufsmusiker spielt er in verschiedenen Formationen mit und ist auch als Komponist und Arrangeur tätig. Er scheut sich nicht, auch etwas moderne Züge in seine Kompositionen zu bringen. Für seine musikalischen Leistungen erhielt er den Innerschweizer Kulturpreis 2011. Willi Valotti, der nebst Simon Amman und Jörg Abderhalden wohl bekannteste Toggenburger, ist ein begnadeter Akkordeonist und bekannt unter anderem von seinen Auftritten mit der Kapelle Heirassa, den Alderbuebe und Willis Wyberkapelle. Auch er wirkt als Komponist, und an diesem Abend konnte man einige Kompositionen von ihm und auch von Dani Häusler geniessen.

Bereits das 48. Konzert seiner Art


Willi Valotti erhielt bereits im Jahr 2000 den Prix Walo und 2003 den goldenen Violinschlüssel als höchste Auszeichnung in der Schweizer Volksmusik. Das Konzert, das die Zuschauer mit Märschen, Walzern, Polkas, Ländlern, Schottisch und Mazurkas unterhielt, war seit Einführung der Bergmusik vor drei Jahren bereits das 48. seiner Art. Und es dürften noch viele weitere folgen. Das wünschten sich jedenfalls die zahlreichen Fans der Bergmusik von Maryna Burch.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

06.09.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/GbZQHT