Sopranistin Olga Papikian und Pianist Simon Nádasi. Bild Hans Ueli Kühni
Sopranistin Olga Papikian und Pianist Simon Nádasi. Bild Hans Ueli Kühni

Musik

Von Klassik bis Jazz im gleichen Konzert

Das Tertianum Huob in Pfäffikon bot Musikliebhabern einmal mehr einen Leckerbissen: ein Konzert mit Olga Papikian und dem Pianisten Simon Nádasi.

Ein Konzert, bei dem es sowohl Klassisches als auch Jazziges zu hören gibt, ist wohl selten. Und ein Konzert, bei dem Musiker wie Olga Papikian und Simon Nádasi auftreten und das keinen Eintritt kostet, ist noch seltener. Beides war am Donnerstag im Tertianum Huob in Pfäffikon der Fall.

Pianistin und Sopranistin

Wer nach Olga Papikian googelt, wird über deren Karriere staunen. Einerseits ist sie eine ausgezeichnete Pianistin mit Studienabschluss am Tschaikovsky Konservatorium Moskau und besitzt ein Diplom in Kammermusik. Die gleiche Olga Papikian ist aber auch eine brillante Sopranistin mit Konzert- und Opernerfahrung. Zu Beginn des Konzertes zeigte sie als Pianistin am Flügel, warum sie zu Recht berühmt ist. Ohne Notenblatt spielte sie mehrere Stücke der Klassik bravourös; Chopin, Schubert, Mozart wechselten sich locker ab. Mit viel Temperament, aber dann wieder mit sichtbarem Einfühlungsvermögen erwies sie sich am Flügel als Meisterin ihres Faches. Im zweiten Teil wurde sie als Sopranistin vom Pianisten Simon Nádasi auf dem Flügel begleitet; auch er ein begnadeter Musiker.

Stimme füllte den Raum

Die Stimme der Sängerin füllte den Raum, und sie fragte dann auch die Zuhörer in der ersten Reihe, ob es nicht zu laut sei. Sie sang «Romance der Giulietta» von Vincenzo Bellini oder «Vissi d’arte» von Puccini in Perfektion und erfreute jeden Gesangsliebhaber. Gegen Ende des Konzertes zeigte sich dann der Pianist Nádasi bei Jazz-Interpretation noch einmal in Höchstform. Stücke von Dave Brubeck, Scott Joplin, Duke Ellington, Brian Bonsor und Django Reinhard zeigten, dass Jazzmusik durchaus auch auf einem einzigen Instrument vorgetragen fantastisch wirken kann. Vorausgesetzt, man spielt es so, wie der Maestro dies tat.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Hans Ueli Kühni)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.09.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/LDXwUb