Peter Fröhlich spielte ein feines, weihnächtliches Programm. Bild Josef Blattmann
Peter Fröhlich spielte ein feines, weihnächtliches Programm. Bild Josef Blattmann

Musik

Weihnachtsmusik aus Barock und Romantik

Die Orgelmatinee am Samstag in der Pfarrkirche St. Meinrad in Pfäffikon war der ideale Anlass, um der Hektik derVorweihnachtszeit zu entrinnen und ein wenig innezuhalten. Das treue und begeisterte Publikum nahm diese Gelegenheit gerne wahr und genoss die feine, weihnächtlich geprägte Orgelmusik.

Die zweite Orgelmatinee der Saison gestaltete Peter Fröhlich aus Seewen mit einem weihnächtlich geprägten Programm mit Werken aus der Barockzeit und der Romantik. In einigen Kompositionen waren gängige Kirchenlieder zu erkennen, die von verschiedenen Komponisten bearbeitet wurden. Der deutsche Komponist Max Reger setzte das Lied «Macht hoch die Tür, op. 135a» kraftvoll und eindrücklich um, gleich einer Aufforderung.

Fein, lieblich und weihnächtlich

«Nun komm der Heiden Heiland, BuxWV 211» von Dietrich Buxtehude, das zu Beginn der sehr eindrücklichen, feinen und gefühlvollen Orgelmatinee ertönte, war eher ruhig und besinnlich, bevor die Melodie hoffnungsvoller auf das bevorstehende Ereignis hinzudeuten schien. Vom Komponisten Arnold Josef Monar wählte Peter Fröhlich die drei Lieder «Aus hartem Weh die Menschheit klagt», «Tauet, Himmel, den Gerechten » und «O Heiland, reiss die Himmel auf» aus.Wie schon beim letzten dieser drei Lieder kamen auch bei Alexandre Guilmants «Invocation in B» sehr hohe Flöten- und Streicherregister zum Tragen. Die wellenartige Begleitung dieses lieblichen, zum Träumen verleitenden Stücks war durchzogen mit vielen Triolen und verlieh dem Stück etwas Besonderes, schon fast Meditatives. Nebst dem eher etwas melancholisch anmutenden «Rorate caeli» von Jeanne Demessieux gelangte auch das liebliche, von Peter Fröhlich gefühlvoll gespielte «Ave Maria nach Arcadelt » von Franz Liszt zur Aufführung.

Hochbarock zum Schluss

Beim letzten Stück, dem «1. Satz: Allegro aus der 5. Sonate D-Dur op. 30» von Ludwig Boslet kam nochmals ein Komponist der Spätromantik zum Zug. Das melodiöse, feierlich freudige Werk mit feinen Passagen zwischendurch baute sich in einem Crescendo auf und setzte einen imposanten Schlusspunkt unter dieses Konzert. Mit einem herzlichen Applaus zollten die Zuhörer dem Organisten Respekt undAnerkennung, brachten ihre Freude über das Gehörte zum Ausdruck und genossen die Zugabe.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

15.12.2014

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schwyzkultur.ch/K6Yd4h