Regierungsrat Michael Stähli (rechts) überreicht dem Filmmusiker Fabian Römer den Kultur-Anerkennungspreis. Bild Hans-Ruedi Rüegsegger
Regierungsrat Michael Stähli (rechts) überreicht dem Filmmusiker Fabian Römer den Kultur-Anerkennungspreis. Bild Hans-Ruedi Rüegsegger

Musik

«Wo Römer draufsteht, ist gute Filmmusik drin»

Gestern Abend konnte der Freienbacher Musiker Fabian Römer im Vögele Kultur Zentrum in Pfäffikon den Kultur-Anerkennungspreis 2017 des Kantons Schwyz entgegennehmen. Den Förderpreis 2017 erhielten der Verein Kulturschock und der Schlagzeuger und Perkussionist Mathias Meyer.

Gestern Abend konnte der Freienbacher Musiker Fabian Römer im Vögele Kultur Zentrum in Pfäffikon Seine Musik haben viele schon gehört, wohl ohne zu realisieren, dass sie aus seiner Feder stammt. Denn in mehr als 200 Fernseh- und Kinofilmen ist Fabian Römers Musik zu hören. Der Freienbacher, der in München lebt, ist einer der besten Filmmusiker in Deutschland und in der Schweiz, wie es sein Freund und früherer Weggefährte Matthias Hillebrand in seiner Laudatio anlässlich der Übergabe des Kultur-Anerkennungspreises gestern Abend im Vögele Kultur Zentrum in Pfäffikon sagte. «Wo Römer draufsteht, ist gute Filmmusik drin», sagte Hillebrand.

Ergreifende Musik baut Spannung auf

Römer habe das Gespür für ergreifende Musik, er kann Spannung aufbauen. «‹Gotthard› wäre ohne Fabis Musik ein weniger guter Film», ist der Laudator überzeugt. In launigen Worten – untermalt mit Musik – schilderte er seine Begegnung mit Fabian und Manuel Römer vor vielen Jahren – «Seelenbrüder», wie er sie nennt, den Aufbau des Kellerstudios im ehemaligen Gysko-Areal in Pfäffikon, Fabis Erfolg als Filmmusiker und die Gespräche mit dem Wahlmünchner: «Er spricht noch ganz ohne deutschen Akzent Schwyzertütsch.» Für Regierungsrat Michael Stähli ist Fabian Römer ein würdiger Preisträger: «Wir sind stolz, dass mit ihm und seinem Werk immer etwas Schwyz in europäischen Kinosälen oder grossen Fernsehkanälen zu hören ist.»

Musik an ungewohnten Orten aufführen

Mit dem Kultur-Förderpreis ausgezeichnet wurde der Verein Kulturschock. In einer blumigen Laudatio stellte Melchior Ulrich die vier kreativen Köpfe – Raphaela Reichlin, Lydia Opilik, Severin Suter und Cyrill Greter vor. Kulturschock führt klassische und zeitgenössische Musik an ungewohnten Orten auf und macht sie so einem Publikum zugänglich, das sonst kaum klassische Konzerte besucht. Am Ende seiner Ausführungen sagte Ulrich mit einem Augenzwinkern: «Eine miserable Würdigung des Vereins, denken Sie. Ich verweise Sie auf die Homepage www.kulturschockschwyz.ch.» Und erntete viel Applaus.

Trommeln auf allem möglichen

Der dritte Preisträger ist der Einsiedler Mathias Meyer. Laudator Hanspeter James Kälin schilderte ihn als einen Jungen, der mit allem Möglichen auf die unterschiedlichsten Unterlagen trommelte. Die Formation Interfolk umrahmte die feierliche Preisübergabe mit erfrischend frecher Volksmusik.Der Kulturbeauftragte des Kantons Schwyz führte durch die Feier. Zahlreiche Angehörige und Freunde der Preisträger sowie Vertreter aus Politik und Behörden erwiesen den Kulturschaffenden mit ihrem Besuch die Ehre.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Hans-Ruedi Rüegsegger)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.09.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/t8aacV