Der Aurin Girls Chor sang, mit rhythmischen Bewegungen belebt oder auch nur vom Klavier begleitet, derweil Dirigent László Durányik entspannt in der Kirchenbank sass. Bild Lilo Etter
Der Aurin Girls Chor sang, mit rhythmischen Bewegungen belebt oder auch nur vom Klavier begleitet, derweil Dirigent László Durányik entspannt in der Kirchenbank sass. Bild Lilo Etter

Musik

Zauberhafte Stimmen aus Ungarn

Mit höchster Präzision und einer Ausdruckskraft, die ihresgleichen sucht, gastierte der Aurin Girls Chor aus Ungarn am Freitagabend in der Kirche St. Meinrad in Pfäffikon. Schade, dass dem Konzert nicht mehr Zuhörer folgten, es bot einen Genuss der Sonderklasse.

Von allen Seiten schritten die 45 Sängerinnen des Aurin Girls Choir singend durch die Kirche, um sich vor dem Altar aufzustellen, zuletzt folgte der Dirigent und Chorgründer László Durányik. Schwerpunkt des ersten Teils des Konzerts waren geistliche Lieder, vor allem aus der Renaissance, ohne instrumentale Begleitung auswendig mit Präzision dargebracht. Unter anderem ertönte das «Ave Maria» von Camille Saint Saëns feinfühlig interpretiert und am Klavier begleitet. Ins Programm eingestreut waren Kompositionen von Zoltan Kodály, wie der stille, mit graziler Sachtheit gesungene «Evening Song» oder das fröhliche Kinderlied «Hipiti, hopiti».

Volksweisen

Den zweiten Teil begann der Aurin Girls Choir mit einem Stimmenteppich von seidigem Klang. Dann liess er ungarische Volksweisen ertönen und ging zum Schluss singend in die Welt hinaus und in die Moderne. So war, unterstrichen mit Klatschen, ein Lied aus Afrika in Zulusprache zu hören. Jugendlich frisch, mit rhythmischen Bewegungen belebt, erfüllte «Don’t Get Around Much Anymore» aus den USA die Kirche. Entspannt in der Kirchenbank sitzend folgte Dirigent László Durányikdem am Klavier begleiteten «I Love Coffee, I LoveTea», vom Chor alleine gesungen, ohne nur ein Quäntchen an Präzision und Ausdruckskraft zu verlieren. Als Dank für den kräftigen Applaus kamen die Zuhörer abschliessend in den Genuss des Beatles-Songs «Hello, Goodbye».

Verbindung zu Pfäffikon

Zur Konzertreise in die Ostschweiz wurde der Chor vom Verein Helvécia in Sirnach eingeladen, das Partnergemeinde ist von Helvécia, das um 1890 von einem Schweizer gegründet wurde. Nachbargemeinde ist Kecskemét, Standort des Zoltan Kodály Gymnasiums, benannt nach dem ungarischen Komponisten und Musikpädagogen Zoltan Kodály (1882-1967), der in Kecskemét lebte und wirkte.

Teil des zum Gymnasium gehörenden Kinderchors Miraculum ist der Aurin Girls Chor für Mädchen von 14 bis 18 Jahren. Dass der Chor nach Pfäffikon kam, hängt mit dem Präsidenten des Vereins Helvética, Beat Senti, zusammen. Aufgewachsen im schwyzerischen Pfäffikon war er nach Sirnach gezogen.



Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.10.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/T9CpRu