Die MST Singers – eine der Gewinner-Bands von «Sing Dein Ding» bei der gelungenen Performance ihrer Version von «Wrecking Ball». Bild Janine Jakob
Die MST Singers – eine der Gewinner-Bands von «Sing Dein Ding» bei der gelungenen Performance ihrer Version von «Wrecking Ball». Bild Janine Jakob

Musik

Zu was allem die Stimme fähig ist …

Die Schweizer Band Invivas, Cluster aus Italien und Nachwuchs-Bands sorgten am A-capella-Festival in Pfäffikon mit ihrem Gesang – einer Mischung aus verschiedenen Musik-Genres – und Beatboxing für würzige Unterhaltung.

 Jeder hat seine Vorlieben, was Musik anbelangt, und entsprechend wählt man die Oper, das Rock- oder Pop-Konzert. Wer verschiedene Stilrichtungen mag, der hat dann oft die Qual der Wahl. Nicht so am 13. A-cappella- Festival im Schulhaus Weid in Pfäffikon. Von den Bands wurde Pop, Rock, Hard-Rock, Metal, Klassik und unter anderem Rock ’n’Roll und Soul kreativ mit hochstehendem Beatbox geboten. Beim Beatboxing werden mit Mund, Nase und Rachen Drumcomputerbeats, Scratches, Schlagzeug, die Trompete und andere Klänge imitiert. Durch die MST Singers aus Wattwil und die Acappellinis aus dem st. gallischen Steinach, den beiden Gewinnergruppen des vierten Nachwuchswettbewerbs «Sing dein Ding», wurde das Festival gekonnt eröffnet.


Mittanzen und Beatboxing ausprobieren


Die Schweizer Band Invivas, welche im Juni ihr neues Album «Inside» mit zwei eigenen Songs veröffentlicht, begeisterte unter anderem mit ihrer Version von «Where Are You Now» von Justin Bieber, «I Want You Back» der Jackson Five, bei dem das Publikum animiert wurde, mitzutanzen sowie dem Beatbox Workshop. «So einfach, wie es scheint, war es nicht, aber Beatboxing ausprobieren hat Spass gemacht »,so ein Besucher.«Einfach Buns Capuns singen», so Claudio Gilardoni, im nächsten Schritt die Konsonanten weglassen und beschleunigen. Die italienische A-cappella-Band Cluster aus Genua sorgte ebenfalls für beste Unterhaltung. Sie überzeugte nicht zuletzt mit ausgefallenen Darbietungen, Witz und qualitativ hochstehendem Gesang.Ob bei «I Say a Little Prayer», dem Soul-Hit von Aretha Franklin, beim Duett der beiden Sängerinnen Liwen und Letizia, bei dem sie aus «La nocce di Figaro» von Mozart sangen oder beim Beatbox Battle zwischen Nicola und Erik, die Musik kam beim Publikum sehr gut an.


Gute Musik kommt auch ohne Instrumente aus


Highlight war unter anderem die inszenierten Geschichte, bei der ein DJ Musik abspielt, diese verlangsamt, beschleunigt und durch «Scratching» beziehungsweise Erzeugen von Tönen durch rhythmisches Hin- und Herbewegen einer laufenden Schallplatte auf einem Plattenspieler bei aufgelegter Nadel, sprunghaft zurückspringen lässt. Die Sänger zeigten bei dieser Inszenierung messerscharfe Intonation. An diesem Festival wurde vor Augen geführt, zu was die Stimme alles fähig ist und deutlich: Gute Musik kommt auch ohne Instrumente aus, wenn Gesangstalente rein und unverfälscht ihrer Stimme Ausdruck verleihen.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Janine Jakob

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.04.2018

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schwyzkultur.ch/WPFBZu