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Räss erhält «Grand Prix Musik»
Am vergangenen Samstagabend fand in Lausanne im Salle Paderewski im Casino de Montbenon im Rahmen des Festivals Label Suisse und in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider die Preisverleihung der Schweizer Musikpreise 2026 statt. Nebst der Auszeichnung von Nadja Räss wurden zehn weitere Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen ausgezeichnet.
Für den Jodelklub Waldstatt-Echo war der vergangene Samstag ein ganz besonderer Tag, die Reise mit seiner Dirigentin Nadja Räss zur Preisverleihung des Grand Prix Music 2026 in Lausanne. Die Freude bei allen Mitreisenden war gross, Eltern, Geschwister, Freunde und Wegbegleiter und natürlich die Jodlerinnen und Jodler, die dabei waren, freuten sich und waren mehr als gespannt, was dieser Tag noch an Erlebnissen und Emotionen bringen wird. Da der Club bereits bei der Verleihung des Goldenen Violinschlüssels mit dabei sein durfte, war es für die Mitglieder nicht ganz Neuland. Bezeichnend für ihr Wirken war, dass Nadja für diesen Anlass auch Studierende aus Luzern in den Chor integrierte. Alessia, Flurina und Juliana verstärkten den Chor in den Jodelstimmen. Nach der Ankunft in Lausanne um die Mittagszeit waren die Vorbereitungen für den abendlichen Auftritt angesagt: Bezug der Garderoben, Bühnenprobe, Soundcheck und Einsingen mit Stellprobe.
Jodlerin und Kulturvermittlerin mit Wurzeln und Weitblick
Nadja Räss ist Sängerin, Gesangspädagogin und Netzwerkerin. Die 1979 geborene, in Einsiedeln aufgewachsene Musikerin gehört nach Einschätzung des Bundesamtes zu den prägendsten Stimmen der Schweizer Jodelkultur. Von 2012 bis 2018 war sie Intendantin der Klangwelt Toggenburg. Seit 2018 am-tet sie als Professorin für Jodel und Volksmusik-Fachverantwortliche an der Hochschule Luzern. In der Begründung der Jury heisst es, ihre Fähigkeit, Brücken zwischen regionalen Traditionen, aktuellen künstlerischen Ausdrucksformen und internationalen Perspektiven zu schlagen, mache sie zu einer wichtigen Gestalt der Schweizer Musik. Als erste «Grand Prix Musik »-Trägerin aus dem Feld der Schweizer Volksmusik werde ihr langjähriges Engagement in besonderer Weise sichtbar.
Auszug aus der Laudatio von Elisabeth Baume-Schneider: «Nadia Räss ist Pionierin, sie wird für ihre herausragende Rolle geehrt, die traditionelle Schweizer Volksmusik und insbesondere den Naturjodel in die Moderne geführt und akademisch verankert zu haben. Ihre Innovations-kraft verbindet traditionelle Gesangstechniken mit zeitgenössischen Einflüssen und experimentellen Elementen, wodurch das Jodeln weit über die klassischen Genregrenzen hinaus bekannt wird. Neben ihrer eigenen künstlerischen Karriere engagiert sie sich stark in der Lehre (unter anderem an der Hochschule Luzern) und gibt das immatrielle Kulturerbe der Schweiz an neue Generationen weiter.» In ihrer Dankesrede, dem eigentlichen «Schlusswort» des Abends dankte sie vor allem ihrem Umfeld, ihrem Partner Christoph Pfändler, ihrer Familie, allen Freunden und Wegbegleitern für die vielen berührenden und wunderbaren Momente. Mit ihrer Eigenkomposition des Naturjodels «s’Bluemetröigli» schloss «ihr» Chor, das Waldstatt-Echo die eindrucksvolle Verleihungsfeier ab. Der Schluss-Applaus wurde, wie könnte es anders sein, zu einer «Standing Ovation for Nadja».
Der anschliessende Apéro im Theater-Café «Artist» bot weitere Gelegenheiten sich mit der Preisträgerin auszutauschen, zu gratulieren und mit weiteren Liedern des Chores den Abend standesgemäss «volkstümlich» ausklingen zu lassen.
Einsiedler Anzeiger / Walter Kalbermatten
Autor
Einsiedler Anzeiger
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