“Nume nöd gschprängt“ - 1

Volkskultur

“Nume nöd gschprängt“

Viel Spass und die Freude, etwas zu leisten, hat zum Ensemble Numme nöd gschprängt geführt. Die Akkordeonlehrerin Beatrice Oetiker leitet die junge Formation.

Es ist drückend heiss an jenem Dienstagabend im Übungslokal in Reichenburg. Nach und nach treffen zehn Personen ein, neun Frauen und ein Mann. Sie begrüssen sich wie alte Bekannte, und das sind sie zum Teil auch. Allen gemeinsam ist die Freude am Musizieren. Einige packen ihr Akkordeon aus, für zwei Frauen stehen Keyboard und Klavier bereit; einige sind Neueinsteigerinnen, die bei Beatrice Oetiker Musikunterricht nehmen, andere Wiedereinsteiger.

Rhythmus und Methodik suchen

Und dann gehts los: Ein erstes Stück mit etlichen Misstönen, es folgen Wiederholungen und Korrekturen. Der Rhythmus lässt sich nicht ohne Weiteres finden. Dann der Wechsel zum nächsten Stück. Das klingt immer besser, sehr gut – ob es am Ohrwurm liegt? «Alls was bruuchsch uf dr Wält, das isch Liebi …» Geschmeidig, wie ein Streicheln müsse es klingen, sagt Bea Oetiker später beim Stück «Uf em Stoos ob Schwyz». Hier klappen die Übergänge wieder nicht auf Anhieb. Doch alle Beteiligten sind mit Kopf und Herz bei der Sache, die Konzentration spiegelt sich in den Gesichtern.

Proben seit einem Jahr

«Seit einem Jahr proben wir einmal im Monat», sagt Beatrice Oetiker. Die Akkordeonlehrerin, die unter anderem an der Musikschule Obermarch unterrichtet, geht dabei freundlich, aber auch streng vor. Das werde von den Beteiligten sogar gewünscht, denn alle hätten – unabhängig von ihrer musikalischen Vorbildung – einen gesunden Ehrgeiz. «Sie wollen gut spielen, und wir möchten von Zeit zu Zeit auch zeigen, was wir können.» Ein erster öffentlicher Auftritt wurde an der Reichenburger Gewerbeausstellung im Frühling möglich. Dieser sei sehr gut angekommen. Die Gruppe ist aus einem Treffen von erwachsenen Musikschülern her - aus entstanden, ganz spontan, erzählt Oetiker weiter.

Ensemblename von Musikstück

Der Name des Ensembles lehnt sich an das gleichnamige Musikstück von Christian Boss (Bossbuebe) an. Zurzeit spielen die meisten Akkordeon, mit dabei sind Keyboard und Klavier. Weitere Instrumente sind willkommen, man würde in der Gruppe gern neue Musikantinnen und Musikanten begrüssen.



March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

27.08.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/mecmws