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Ausstellung für jedes Wetter: Neues Gipfelerlebnis auf Rigi Kulm
Auf der «Königin der Berge» bricht ein neues Zeitalter der Geschichtsvermittlung an. In der Remise auf Rigi Kulm wurde am 1. April – kein Scherz – die neue Ausstellung in der historischen Remise auf Rigi Kulm präsentiert. Das Herzstück: die Lok 7.
Am 1. April wurde auf Rigi Kulm ein besonderes Kapitel Bahngeschichte aufgeschlagen. In der Remise, am Gleisende der beiden Rigibahnen, präsentiert die Rigi Bahnen AG neu eine audiovisuelle Ausstellung. Einen Tag vor der feierlichen Eröffnung durften Medienvertreter einen Blick auf das Herzstück werfen: die symbolträchtige Lok 7. Lange wurde an dem Konzept gefeilt, nun ist es Realität. Wie Frédéric Füssenich, Direktor der Rigi Bahnen AG, betont, «steht die legendäre Lokomotive im Mittelpunkt der neuen Inszenierung». Das Projekt sei Teil einer umfassenden Aufwertung des Berges, die bereits seit vier bis fünf Jahren im Gange sei. Ob Wanderwege, der Gipfelbereich oder die Zäune – vieles sei bereits modernisiert worden. «Was jedoch gefehlt hat, war ein Ganzjahres-Erlebnis, das den Besuchenden auch bei Wind und Kälte einen attraktiven Aufenthalt ermöglicht», schilderte Ivan Steiner, Mediensprecher der Rigi Bahnen. «Das neue Angebot wird das witterungsunabhängige und allwettertaugliche Highlight für alle Rigi-Gäste.» In audiovisuellen Sequenzen berichten die Zeitzeugen quasi persönlich über den Bau der ersten Bergbahn Europas und die Anfänge des alpinen Tourismus. Und man erfährt auch, dass die Rigi das weltweit erste Skigebiet zu bieten hatte.
Zeitzeugen des Bahnbaus und des Tourismus
In der Remise wird das kulturelle Erbe der «Königin der Berge» nun digital und analog zugleich greifbar. Dank KI-gestützter Videos werden Pioniere wie Niklaus Riggenbach und andere zum Leben erweckt und erzählen ihre Geschichte mit eigenen Worten. Auch der Dampflok-Spezialist Martin Horat aus Goldau kommt zu Wort. Er hat die legendäre Lok 7 wieder zum Leben erweckt und fahrtüchtig gemacht. Visuell eingebettet ist die Lok 7 in ein gigantisches Panorama aus dem Jahr 1790. Das Original von Heinrich Weiss wurde dafür digitalisiert und massiv vergrössert. Die Besucher können die Lokomotive an 365 Tagen im Jahr bestaunen – ausser während zwei Wochen im Sommer, wenn sie draussen auf dem Berg dampft.
Erstes Skigebiet und die Anfänge des Tourismus
Die Realisierung dieses alpinen Museums war nur durch starke Partnerschaften möglich. Das Verkehrshaus der Schweiz stellt die Lok 7 als Leihgabe zur Verfügung, an der Präsentation war auch Direktor Martin Ettlinger zu Gast. Weitere Partner sind die Swisscom sowie die Stiftung Rigi Historic. Die Baukosten für den Umbau und die Einrichtung der Remise, was von Dezember 2025 bis März 2026 dauerte, beliefen sich auf rund 1,7 Millionen Franken. Trotz dieser Investitionen ist der Eintritt für alle Besucher kostenlos. Um den Andrang zu bewältigen, wurde jedoch ein spezielles System zur Besucherlenkung integriert, welches die Anzahl der Personen im Gebäude steuert. Damit ist die Rigi Kulm um eine Attraktion reicher, die Nachhaltigkeit und Technikgeschichte perfekt verbindet.
Bote der Urschweiz / Erhard Gick
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Bote der Urschweiz
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