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Rigi-Stubete lebte nach 23 Jahren neu auf
Drei bekannte Ländlerkapellen und fünf Nachwuchsformationen erfreuten am Samstag an der Rigi-Stubete viele Ländlermusikfreunde.
Ältere Ländlermusikfreunde können sich noch gut an die Rigi-Stubete erinnern, die von 1964 bis 2003 jedes Jahr stattfand. Organisiert wurde sie jeweils von Beat Halter (1938–2017). Er lud bekannte und aufstrebende Ländlerformationen zu sich ins Chalet Berghuis auf Rigi Kaltbad ein. Nun lebte die Tradition am Samstag nach 23 Jahren wieder auf, jedoch in anderer Form. Organisiert wurde der Event gemeinsam durch das Kulturwerk von Roger Bürgler, Gersau, die Rigi Bahnen AG (Ivan Steiner) und die RigiPlus AG (Urs Eberhard).
Runde und virtuose Ländlermusik
Für urchige Unterhaltung mit runder und virtuoser Ländlermusik sorgten die folgenden fünf ambitionierten Nachwuchskapellen: das Ländlerquartett Heinzer-Gwerder aus Illgau/Steinen, das Echo vom Gangbach aus Spiringen UR, die Ländlerkapelle Tschent aus dem Berner Oberland, die Kapelle Sowieso aus Appenzell und das Echo vum Allmänderriäd, eine Formation der Hochschule Luzern. Musiziert wurde in den folgenden fünf Lokalen, wo sich zwischen 30 und 100 Zuhörende eingefunden hatten: im Hotel Rigi-Kulm, im Restaurant Bahnhöfli (Rigi Staffel), im Hotel Rigi Kaltbad, im Kräuterhotel Edelweiss (Staffelhöhe) und in der Alpwirtschaft Heirihütte (Rigi-Klösterli). Jede Formation spielte zwischen 11 und 15 Uhr in zwei Lokalen auf. Dann trafen sich die Jungmusikantinnen und -musikanten im Eventzelt auf Rigi Staffel zum Ländler-Gipfeltreffen. Dort traten sie ab 16 Uhr bis 21 Uhr abwechselnd mit folgenden landesweit bekannten Ländlerformationen auf: dem Echo vom Gätterli aus Gersau, der Kapelle Alder aus Urnäsch und dem Schwyzerörgeli-Trio Werner und Thomas Aeschbacher aus dem Bernbiet.
Begeisterter Applaus
Durchs Programm führte der bekannte «Rigibähnler» und Ländlermusikant Carlo Gwerder. Die rund 200 anwesenden Ländlerfans spendeten immer wieder begeisterten Applaus und erfreuten sich zum Abschluss am gemeinsamen Auftritt aller acht Formationen auf der Bühne. «Es war wunderschön, zu sehen und zu hören, mit welch grosser Leidenschaft und mit welchem Können die verschiedenen Nachwuchsformationen unsere Volkskultur pflegen und weitertragen», meinte ein Ländlermusikfan aus dem Talkessel Schwyz.
Auch 2027 wieder eine Rigi-Stubete
OKP Urs Eberhard zog folgendes Fazit zu der neu belebten Rigi-Stubete: «Trotz des kühlen Wetters – teils mit Schneefall – war es ein gelungener Neuanfang. Die Musik der acht Formationen in verschiedenen Stilrichtungen und Instrumentierungen kam beim Publikum sehr gut an. Es herrschte überall eine gemütliche, gesellige Atmosphäre.» Er versicherte gegenüber dem «Boten», dass es auch nächstes Jahr wieder eine Rigi-Stubete geben werde.
Bote der Urschweiz / Guido Bürgler
Autor
Bote der Urschweiz
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- Musik
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