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Publikum von hervorragender Teamleistung beeindruckt

Die Theatergesellschaft Alpthal hat an der Premiere vom Samstagabend mit dem Stück «De Chuehstall Adonis» von Lukas Bühler rund 170 Besucherinnen und Besucher begeistert.

Die zum ersten Male als Regisseurin tätige Karin Kälin aus Einsiedeln zeigte sich nach der Premiere glücklich und zufrieden. «Vor ausverkauftem Hause durften wir heute eine mega-coole Aufführung erleben», lautete ihr Fazit. Die bestens gelaunten Leute aus nah und fern sorgten nicht nur für einen Grossandrang an der Premiere, sondern waren schon in den zwei Stunden zuvor dafür verantwortlich, dass die Festwirtschaft sehr gut besucht war und das kulinarische Angebot in vollen Zügen genossen wurde. Das Spielerensemble lief zur Hochform auf und begeisterte mit einer eindrücklichen Teamleistung. Die Besucherinnen und Besucher gaben mit Szenenapplaus und vielen Lachszenen ihrer vollen Zufriedenheit über die Darbietung Ausdruck. Nach gegen 30 Proben freuten sich die acht Laienschauspielerinnen und Laienschauspieler auf die Premiere des Dreiakters. Alia Steiner und Corina Stalder standen zum ersten Mal auf der Alpthaler-Bühne. Ab 19 Uhr waren die Premierenbesucherinnen und -besucher zum Apéro eingeladen. Vor und nach der Aufführung spielte die Volksmusikformation «Mythe Büeble» zur Unterhaltung auf. Präsident Pius Marty begrüsste in seiner humorvollen Art unter anderen zahlreiche Delegationen.

 

Amüsante Verwechslungen und Wortspiele

Ambros heisst der wunderbare Stier auf dem Erlenhof. Er ist so eine Pracht, dass die Bäuerin Annemiggi (Valeska Marty) ihn für das Magazin «Bio-Farmer heute» ablichten lässt. So kommt es, dass eine Fotografin auf dem Hof erscheint, um das Tier in voller Männlichkeit zu fotografieren. Wegen einer Verwechslung meint Bauer Franz (Christian Dapp), dass von ihm selbst extravagante und delikate Aufnahmen gemacht werden sollen. So hilft Knecht Lunzi (Pascal Marty), ihn auf das Fotoshooting vorzubereiten. Dass bei einem solchen Vorhaben Peinlichkeit an Peinlichkeit folgt, ist wohl klar. Und auch die nervenden Nachbarinnen Emmi (Erin Schnüriger) und Hildi (Alia Steiner) platzen in unangenehmen Situationen in die Szenerie und sorgen durch ein Versehen für folgenschweres Unheil. Was danach alles an Peinlichkeiten und aussergewöhnlichen Szenen geschieht, können die Besucherinnen und Besucher in den verbleibenden sieben Aufführungen vor Ort mitverfolgen. Das Stück kam beim Premierenpublikum bestens an. Die Rolleninterpretation gelang allen Mitwirkenden vorzüglich. Viel Heiterkeit wurde verbreitet.

 

Noch sieben Aufführungen

Wer lachen und die Alltagssorgen für ein paar Stunden verges-sen will, dem kann das Stück der Theatergesellschaft Alpthal wärmstens empfohlen werden. Wie Präsident Pius Marty ausführte, hat es an allen Aufführungen noch einige Plätze frei, vor allem an den letzten zwei Aufführungsdaten vom 20. und 21. März.

 

Zwei neue Mitspielerinnen integriert

Die 13-jährige Alia Steiner spielt die nervende Nachbarin Hildi. Sie wurde von ihrer Freundin Erin Schnüriger, die im Stück ihre Schwester Emmi spielt, zum Mitmachen animiert. Beide haben schon zusammen bei einem Krippenspiel mitgemacht. «Die Erfahrungen waren sehr cool. Ich denke, dass ich auch in Zukunft wieder dabei bin», meinte sie nach ihrem mehr als gelungenen Auftritt. Corina Stalder aus Galgenen wurde durch eine gute Kollegin ihres Partners angefragt und motiviert. «Ich dachte, ich probiere es einmal. Es war bis anhin immer lässig mit der Gruppe. Mit der Zeit habe ich immer mehr Spass gefunden», sagte sie nach der Erstaufführung.

 

Neue Regisseurin

Karin Kälin aus Einsiedeln versuchte ihr Glück zum ersten Mal als Regisseurin. Sie liess sich während ihrer Ausbildung an der pädagogischen Hochschule in Goldau auch in die Theaterpädagogik einweihen. «Da die bisherige Regisseurin Valeska Marty wieder mitspielen wollte, haben wir die Rollen getauscht. Ich erlebte die Arbeit bis anhin als megacoole Erfahrung und durfte Neues ausprobieren », sagte sie nach der Erstaufführung vom Samstagabend.

 

Einsiedler Anzeiger / Konrad Schuler

Autor

Einsiedler Anzeiger

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Kategorie

  • Bühne
  • Volkstheater

Publiziert am

03.03.2026

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