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Fusion zweier Volksmusikvereine angestrebt

Am Samstag stimmte der Schwyzer Verein des Verbands Schweizer Volksmusik (VSV) in Rothenthurm einer möglichen Fusion mit Zug zu.

Zu Gast an der 49. Generalversammlung des VSV Schwyz hielt Nationalrat Roman Bürgi vor den rund 100 Anwesenden im Ländlerlokal Biberegg eine Rede. Der Politiker, der einen familiären Bezug zum Verein hat, kam aber nicht auf die SRG-Halbierungsinitiative, sondern den EU-Rahmenvertrag zu sprechen. Dieser stelle einen Eingriff in den Föderalismus dar, sagte Bürgi. Der föderalistische Aufbau innerhalb des Volksmusikverbands bildete in der Folge ein wichtiges Traktandum. Gemäss Präsident Stefan von Rickenbach serbelt der Nachbarverein VSV Zug seit Jahren. Zwar würden ihm noch 220 Mitglieder angehören, doch Anlässe hätten nicht mehr durchgeführt werden können. Da die beiden verbliebenen Vorstandsmitglieder zurücktreten, schlug er die Übernahme durch den VSV Schwyz als sinnvollste Lösung vor. Dass eine Vergrösserung des Vereins willkommen sei, fanden auch mehrere Mitglieder. Ein Vorbehalt wurde jedoch geäussert, nämlich, ob die Versammlungen wie gewohnt im Restaurant Biberegg stattfinden könnten. Schliesslich wurde der Übernahme bei fünf Gegenstimmen klar zugestimmt. Falls der VSV Zug sie im Februar ebenfalls befürwortet, würde die Fusion zu Beginn des Jahres 2027 in Kraft treten. Künftig würde sich ein Zuger Vertreter im Vorstand um Anlässe im Raum Ägeri kümmern. Werner Fuchs, der vom VSV Zug zum Ehrenmitglied ernannt wurde, sprach darüber, dass der Erhalt des Ägeritals als Ländlerhochburg im Kanton Zug ein wichtiges Anliegen sei.

 

Keine Fusion mit Glarus

Bereits an der letztjährigen GV diskutierte der VSV Schwyz, dem noch über 800 Mitglieder angehören, Pläne für eine Fusion. Damals ging es um den kleineren VSV Glarus, der schliesslich eigenständig geblieben ist. «Glarus wäre schwieriger aufzunehmen, weil die Wege länger sind», sagte Stefan von Rickenbach, der im Frühling als Vizepräsident im Schweizer Zentralvorstand kandidiert. Über das vergangene Vereinsjahr sagte der Präsident: «Es gab viele schöne Momente, aber auch diesmal konnten die Mitglieder nicht vollumfänglich motiviert werden.» So soll das seltener besuchte Musikantentreffen in Seewen nur noch ein- statt zweimal jährlich stattfinden. Nächster Termin für diese Stubete ist der 10. September. Äusserst beliebt gewesen seien dagegen der Rees-Gwerder- Abend in Oberarth und der Legendenabend im Mythenforum. Daran soll am 10. Oktober mit einem Kasi-Geisser- Gedenkkonzert in Goldau angeknüpft werden. Finanziell schloss das Jahr mit einem deutlichen Gewinn in der Kasse, trotz Aufwänden für eine Versicherung und einer Schokoladenverteilaktion am Tag der Kranken. Im Budget 2026 rechnet Kassier Marc Baumann mit einem Verlust, da Mehreinnahmen aus Anlässen noch nicht berücksichtigt werden konnten.

 

Bote der Urschweiz / Patrick Kenel

 

 

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Musik
  • Volksmusik

Publiziert am

26.01.2026

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