Beeindruckende Gesamtformation vor Hunderten Zuhörern: Die überwiegend schwarz gekleideten Jodler mit «Bärgkristall» von Ruedi Geisser und Edi Gasser. Als Dirigent war Felix Inglin im Einsatz. Bilder Patrick Kenel
Beeindruckende Gesamtformation vor Hunderten Zuhörern: Die überwiegend schwarz gekleideten Jodler mit «Bärgkristall» von Ruedi Geisser und Edi Gasser. Als Dirigent war Felix Inglin im Einsatz. Bilder Patrick Kenel
Rothenthurmer Kleinformation: Sie hat unter anderem die «Annemarie» von Robert Fellmann besungen.
Rothenthurmer Kleinformation: Sie hat unter anderem die «Annemarie» von Robert Fellmann besungen.

Musik

Jodel-Schweiz in Rothenthurm

Das hat Seltenheitswert: Ein Konzert mit gleich fünf Jodlerklubs. Der Jodlerklub Rothenthurm lud zum 60-Jahr-Jubiläum in die Pfarrkirche. Die Chöre jodelten vor vollen Sitzbänken, bevor die Feier in der Mehrzweckhalle weiterging.

Am frühen Samstagabend folgte dort ein Jodellied, Jüüzli oder Zäuerli auf das andere. Selbst während der Pause waren Jodelmelodien zu hören – der Rothenthurmer OrganistWalter Liebich interpretierte sie auf der Kirchenorgel. Pia Graf-Rickenbacher von Radio Eviva führte durch den Abend und stellte die Gesangsgruppen aus fünf verschiedenen Regionen vor. Zu Gast waren die Jodlerklubs aus Giswil, Ebnet-Entlebuch, St. Stephan im Simmental und Herisau. «Ein grosser Traum ist wahr geworden, alle diese Klubs zu versammeln, die uns seit Jahrzehnten erfreuen», sagte OK-Präsident Armin Schnüriger zur Begrüssung. In der Tat sind einige Komponisten und Dirigenten aus diesen Vereinen hervorgegangen, so etwa die Familie von Ruedi Rymann, die den Jodlerklub Giswil geprägt hat.

Josef Schuler von Beginn an dabei

Der Jodlerklub Rothenthurm selbst ist auch bereits seit genau sechs Jahrzehnten aktiv. Als Einziger ist Josef Schuler («Schorsche-Seebi») von Beginn an dabei. Als Gegengewicht zu den vielen tiefen Männerstimmen präsentierte der gastgebende Jodlerklub eine Kleinformation, bestehend aus der Musikkommission, die mit Käthy Ruhstaller eine weibliche Jodelstimme aufweist und drei humorvolle Lieder zum Besten gab. Das sonore Appenzeller Zäuerli, vom Jodlerklub Herisau-Säge zweimal vorgetragen, passte klangmässig besonders gut in die geräumige Kirche.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

22.10.2012

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schwyzkultur.ch/gPv8h9