Sandra Stalder lebt in Rothenthurm. Um für die «Bärner Jodlerpredig» zu üben, fährt sie für einen Weg eineinhalb Stunden. Bild: PD
Sandra Stalder lebt in Rothenthurm. Um für die «Bärner Jodlerpredig» zu üben, fährt sie für einen Weg eineinhalb Stunden. Bild: PD

Musik

Sandra Stalder jodelt am 1. August im Berner Münster

Die gebürtige Entlebucherin lebt in Rothenthurm und lebt ihre Leidenschaft, das Jodeln.

Seit einem Jahr lebt Sandra Stalder in Rothenthurm. Die Partnerin des Volksmusikers Frowin Neff jodelt bereits seit ihrer Kindheit. Ihre Mutter hat es ihr beigebracht. «War es kalt und hat es draussen ‹gchutet›, haben wir auf dem Ofenbänkli gesungen.» Jodeln ist bis heute Sandra Stalders Leidenschaft. Diese Leidenschaft brachte sie auch zum Jodelmusical. In der ersten Staffel bestritt sie dreissig Aufführungen. Die Leidenschaft führte sie ebenso zur «Bärner Jodlerpredig» von Hannes Fuhrer, die am 1. August mittags um 12 Uhr im Berner Münster aufgeführt wird. «Es ist ein sehr intensives, anspruchsvolles Werk», erklärt die gebürtige Entlebucherin die rund hundertminütige «Bärner Jodlerpredig». Aufgeführt wird sie vom Jodlerklub Heimat Alchenstorf und vom Jodlerklub Hasle-Rüegsau. Sandra Stalder ist eine von wenigen Frauen, die mit diesen vorwiegend aus Männerstimmen bestehenden Klubs auf der Bühne steht, da die «Bärner Jodlerpredig» über zahlreiche hohe Passagen verfügt. Die Proben finden im Emmental statt. Sandra Stalder fährt einmal im Monat eineinhalb Stunden hin und ebenso lange wieder zurück. «Die Autofahrt nutze ich jeweils gleich zum Einsingen. So bin ich bereit, wenn ich in Heimiswil ankomme.» Die Jodlerin bezeichnet das Werk als probenintensiv und die Proben als gesellig. Sie freut sich, mit 70 Mitwirkenden ein derart facettenreiches Werk aufführen zu können. Am 1. August geht diese gesellige Zeit mit der Dernière zu Ende. Über zwanzig Mal wurde das Projekt seit 2008 aufgeführt. 2010 wurde die «Bärner Jodlerpredig» schon einmal im Berner Münster gesungen. 60 Jahre alt wird der Komponist Hannes Fuhrer nun an der Dernière. «Ein schöner Abschluss», meint die Jodlerin. Sie weist auch darauf hin, dass jede und jeder im Münster die «Jodlerpredig» besuchen kann. Sandra Stalder ist damals fürs Mitwirken angefragt worden. Zurzeit singt sie in keinem Jodlerklub mit. Aber sie weiss, dass das Jodeln und die Musik in ihrem Leben zentral bleiben. «Mein Vater hat auch Musik gemacht, jetzt geht es mit Frowin weiter, das ist wunderbar.»


Boted der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.07.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/yAbdYC