Die beiden Dirigenten Frowin Neff (links) und Carlo Gwerder (rechts) überzeugten zusammen mit Janine Reichmuth (Zweite von links) und Sandra Stalder (Zweite von rechts) mit einem gelungenen Auftritt. Bild: Konrad Schuler
Die beiden Dirigenten Frowin Neff (links) und Carlo Gwerder (rechts) überzeugten zusammen mit Janine Reichmuth (Zweite von links) und Sandra Stalder (Zweite von rechts) mit einem gelungenen Auftritt. Bild: Konrad Schuler

Musik

Solide und amüsante Jodlerkost

Jodlerabig in Rothenthurm mit 600 Personen hervorragend besucht.

600 Besucherinnen und Besucher genossen am Samstagabend im Mehrzweckgebäude in Rothenthurm die volkstümlichen und abwechslungsreichen Darbietungen anlässlich des rundherum gelungenen Jodlerabigs des Jodlerklubs Rothenthurm. Vereinsmitglied Hugo Abegg, bekannt als Rigi- und Esaf-Speaker, führte die Mitwirkenden und die Gäste durchs gefällige Programm. Unter dem Motto «Manne i dHose» zeigten der organisierende Jodlerklub Rothenthurm unter der Leitung von Carlo Gwerder, das Bergwaldchörli Enggenhütten aus dem Appenzellerland unter ihrem Dirigenten Frowin Neff, Alphornbläser und Fahnenschwinger, Jodlersolistinnen, ein Jodlerquartett und zum Tanz das Trio Rotstöck volkstümliche Unterhaltung von solider, feinster, origineller, humorvoller und facettenreicher Art. Bühnenbild, Moderation und die Anwesenheit der Spitzenschwinger Christian Schuler, Alex Schuler und Philipp Schuler sowie weiterer Schwinger, von Täfelibuben und Nachwuchsschwingern vermittelten zusammen mit vielen tollen Bildern auf der Leinwand eine gefällige und gelungene Mischung von Jodlerklängen und Schwingfestatmosphäre.


Mischung stimmte und begeisterte


Die Alphornbläser Meiri und Othmar Abegg eröffneten zu Beginn und nach der Pause das Programm jeweils zusammen mit den Fahnenschwingern Walter Laimbacher und Sepp Betschart. Der organisierende Jodlerklub überzeugte mit solider Jodlerkunst. «Manne i d’Hose», der «Wyberhagejuuz», «Mys Plätzli», «Chächi Manne», der «Hirsgärtler» und «Mier sii äs Schwingervouch» passten bestens zum gewählten Motto und zeigten auf, warum der Jodlerklub Rothenthurm in den letzten Jahren von eidgenössischen und zentralschweizerischen Jodlerfesten jeweils mit der Bestnote nach Hause zurückkehren durfte. Das Bergwaldchörli Enggenhütten mit dem seit über sechs Jahren in Rothenthurm wohnenden Dirigenten Frowin Neff wusste sowohl mit echtem Appenzeller Jodlergut als auch mit eigenwilligen und spassigen Interpretationen von bekannten Liedern zu überzeugen. Das gut gelaunte Publikum klatschte frenetisch mit oder hörte, wenn es angezeigt war, mucksmäuschenstill mit. Janine Reichmuth als Solistin mit «Üse Ueli», Käthy Ruhstaller-Reichmuth als Solistin mit «D’Rösti» sowie das Quartett Frowin Neff, Sandra Stalder, Carlo Gwerder und Janine Reichmuth erhielten viel Zuspruch für ihre auf hohem Niveau stehenden Darbietungen. Zu zwei Überraschungen reichte es ebenfalls noch. Zum einen gewann ein junger Nachwuchsschwinger mit einem Kalb den Lebendpreis bei der Tombola, zum andern sorgten die befreundeten Gäste aus Altstädten im Allgäu um Mitternacht für «Schuhplattlerstimmung».


Bote der Urschweiz/ Konrad Schuler

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

22.10.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/E3j8cC