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Rusch-Büeblä füllen das Hallenstadion

Die Ländlerformation spielt nächstes Jahr im Hallenstadion. Warum sie sich bis vor Kurzem noch Sorgen gemacht hat.

Es wird der grösste Auftritt ihrer Karriere: Im November 2027 tritt die Ländlerformation Rusch-Büeblä im Zürcher Hallenstadion auf – ganz auf sich gestellt. Noch vor wenigen Jahren hätten sich die Musiker aus Vorderthal kaum vorstellen können, einmal eine ganze Arena zu füllen. Rund zwei Wochen nach dem Start des Ticketverkaufs zeichnet sich bereits eine volle Hütte ab. Für die Zwillinge Cyrill und Simon Rusch sowie ihren Vater Roger ist es der vorläufige Höhepunkt in der zehnjährigen Bandgeschichte der Rusch-Büeblä. Cyrill erklärt gegenüber dem «Boten»: «Es ist eine grosse Ehre für uns, vor so vielen Zuschauerinnen und Zuschauern spielen zu dürfen.» Das Musikertrio tritt dabei nicht zum ersten Mal vor Tausenden Fans auf. Bereits im letzten Jahr absolvierten die drei Schwyzer gemeinsam mit Mundart-Popsänger Trauffer drei Konzerte im Hallenstadion für insgesamt über 30’000 Fans. Simon sagt: «Nach dem Konzert mit Trauffer hatten wir die Idee, dass wir das ausprobieren könnten. Gleichzeitig hatten wir aber das Gefühl, dass dies mit Ländlermusik nicht realistisch ist.» Die Idee liess die Ländlerformation aber nicht mehr los.

 

Entscheidung fiel innert 24 Stunden

Bei den ersten drei Konzerten mit Trauffer hätten sie zudem gesehen, was hinter den Kulissen alles abgehe – und wie man eine so grosse Arena füllen könnte. Schliesslich suchten sie das Gespräch mit Eventorganisator Thomas Gyger, der sich sofort für die Idee begeisterte. Als das Hallenstadion einen Termin anbieten konnte, musste es plötzlich schnell gehen. Am Schluss hätten sie die Entscheidung innert 24 Stunden treffen müssen, weil eine definitive Zu- oder Absage verlangt worden sei. Obwohl die 16’000 Tickets inzwischen beinahe weg sind, überwog bei den Rusch-Büeblä zu Beginn noch die Unsicherheit. Roger erklärt: «Wir haben uns Sorgen gemacht und gebibbert, ob das wirklich gut kommt. Wir haben uns noch nie so viel Druck aufgesetzt wie bei diesem Projekt.» Sie hätten sich gefragt, ob dies wirklich der richtige Weg und der richtige Zeitpunkt für einen Auftritt im Hallenstadion sei. Denn mit dem Grossanlass gingen erhebliche Risiken einher. Nicht nur die finanziellen Vorleistungen spielten eine Rolle. Auch fragten sich die Musiker, wie ihr Umfeld auf das ambitionierte Projekt reagieren würde.

 

Ein Erfolg für die ganze Volksmusik

Ein beschädigter Ruf wäre für die Schwyzer dabei noch viel schlimmer gewesen als ein finanzieller Verlust. Diese Sorgen erwiesen sich jedoch als unbegründet. Trotz des grossen Erfolgs wollen die drei bodenständig bleiben. «Wir spielen nächstes Jahr im Hallenstadion, sonst bleibt alles gleich. Im kommenden Jahr wird es genauso viele kleine Auftritte geben wie zuvor», so Roger. Doch der Auftritt im Hallenstadion sei für die gesamte Volksmusik ein Erfolg – und eine grosse Bestätigung durch das Publikum. Vor 20 oder 30 Jahren hätte eine Ländlerformation einen so grossen Auftritt wohl noch nicht gewagt, findet Cyrill. Die moderne Volksmusik erreiche heute ein deutlich breiteres Publikum. Und auch der Zusammenhalt in der Szene komme nicht zu kurz. «Hier steht jeder füreinander ein, und man unterstützt sich gegenseitig. Diesen Zusammenhalt und diese Gemeinschaft wollen wir mit unseren Auftritten weitergeben», sagt Cyrill. Trotz ihrer grossen Beliebtheit bleiben die Musiker realistisch. Dass die Volksmusik insgesamt einen Höhenflug erlebe, sei keine Selbstverständlichkeit. Sie rechnen damit, dass das Interesse auch wieder abflachen könne. Derzeit ist das aber noch kein Thema. Simon fasst zusammen: «Für die ganze Ländlermusik ist es schön, wenn wir an solch einem Ort spielen dürfen. Es muss aber nicht immer so gross sein, wir gehen überall hin.»

 

Bote der Urschweiuz / Valentin Köpfli

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Musik
  • Volksmusik

Publiziert am

16.07.2026

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