Von Taktiken gegen Langeweile, Geprächsthemen unter Krankenschwestern, die weder krank noch verwandt seien, und dem Paradoxon der Nachtruhe, die gar keine ist: Aus dem Alltag eines Patienten wusste «Büssi» einiges zu berichten. Bild: Nadine Annen
Von Taktiken gegen Langeweile, Geprächsthemen unter Krankenschwestern, die weder krank noch verwandt seien, und dem Paradoxon der Nachtruhe, die gar keine ist: Aus dem Alltag eines Patienten wusste «Büssi» einiges zu berichten. Bild: Nadine Annen

Bühne

Frisch von der Leber weg

Da blieb kein Auge trocken: Comedian Stefan Büsser
bewies am Sattler Comedy-Abend, dass ein Zürcher ganz schön lustig sein kann.

Spätestens seit er auf SRF3 seine eigene Show moderiert, kennt die ganzeSchweiz den Macher der kultigen «Bachelor»- Best-of-Videos. Diesen Montag konnte der Comedian und Moderator Stefan Büsser, genannt «Büssi», die Kuppelsendung auf 3+ für einmal nicht anschauen und sie in den sozialen Medien mit seinen witzigen Bildern und Videos nicht kommentieren, mit welchen Büssi vor allem beim jüngeren Publikum berühmt wurde. Denn Büssi ist momentan mit seinem zweiten Solo-Programm «Au(r)a» auf Bühnen in der ganzen Deutschschweiz unterwegs und strapazierte damit am Sattler Comedy-Abend die Lachmuskeln des Publikums. Dabei stellte er fest, wie schön es doch sei, einmal zu sehen, wie «normale» Menschen an einem Montagabend aussehen. Weil er aber seine Fans auf Facebookund Instagram nicht enttäuschen wolle, poste er wenigstens diese Erkenntnis mit einem Selfie von ihm zusammen mit den 250 Anwesenden im Eggeli-Saal.

Nimmt nicht nur Promis auf dieSchippe

In seinem Programm «Au(r)a» nimmt Büssi, der mit einer Stoffwechselkrankheit lebt und deshalb schon mehrmals stationär im Spital behandelt werden musste, die Zuschauer mit auf eine humorvolle Reise in die Welt der Medizin; dabei schafft er es, mit jedem noch so eigentlich gar nicht lustigen Thema das Publikum in schallendes Gelächter ausbrechen zu lassen. Die sympathische «Züri-Schnorre» liebt es, Schweizer Promis auf dieSchippe zu nehmen; es gelingt ihm immer wieder, die schrecklichsten Leichen aus den Kellern der Promis auszugraben und sie mit einem schelmischen Lausbubengrinsen dem Publikum vorzuführen. Und spätestens mit seinen Witzen über die Zürcher konnte er auch den hintersten und letzten Zuschauer erobern.

Bote der Urschweiz (Nadine Annen)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

02.11.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/KpMqgL