Trägt Jeans statt Knickerbocker und gibt Nachilfe in Mürner-Deutsch: Hans Otto von Allmen alias Sven Allenbach.
Trägt Jeans statt Knickerbocker und gibt Nachilfe in Mürner-Deutsch: Hans Otto von Allmen alias Sven Allenbach.

Bühne

Knigge leuchtet nicht ein

Kabarettist Sven Allenbach war auf Einladung der Kulturkommission zu Gast in Sattel. In der Pause bekam das Publikum zu «laffen» und während der Aufführung allerlei Nachhilfe in Mürrnerdeutsch.

«Mürrner murren am schönsten», meint Allenbach, der auch Regisseur der Tellspiele Interlaken ist. Als Hans Otto von Allmen spielt er einen ungehobelten Bergbauern aus dem Berner Oberland. Dieser gerät an einen Zürcher, der ihn als «Duzgauner» beschimpft und ihm Manieren beibringen will. So liest von Allmen im Knigge (von ihm «Knikke» ausgesprochen), bei dem ihm die vielen trockenen Regeln gar nicht einleuchten wollen. Bei der Arbeit sollte gesiezt werden, doch von Allmen möchte mit seinen Kühen lieber im Mürrnerdialekt per du sein.

James Bond fehlte nicht

Etwas von der Knigge-Thematik abschweifend behandelte Allenbach sodann mit Charakterparodien ein typisches Comedy-Thema, nämlich den Unterschied zwischen Stadt und Land. Auch James Bond durfte nicht fehlen, denn immerhin fand die Premiere des Programms «Kn!kkebocker » kürzlich auf seinem Hausberg Schilthorn, dem Schauplatz eines bekannten Agentenfilms, statt.

Sketch über Weihnachtsverkauf

Dem Bergbauern ist bei allen Anstandsregeln nicht entgangen, dass in der Stadt jeden Spätsommer ein unanständiger Kleinkrieg zwischen den Grossverteilern um den Beginn des Weihnachtsverkaufs ausbricht. Zu diesem ulkigen Sketch, der gerade Saison hat, hat sich Sven Allenbach erst vor wenigen Wochen inspirieren lassen.

Spaziergang als Zugabe

Schon länger her ist sein verfilmter Spaziergang in altmodischer Bergbauernkluft zwischen den Wolkenkratzern von Manhattan. Die so entstandene amüsante Situationskomik durften sich die rund 40 Besucher nach der Aufführung quasi als Zugabe anschauen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

02.11.2013

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www.schwyzkultur.ch/tDG8ju