Das Ensemble Co-Opera aus Australien hinterliess in Schindellegi ein begeistertes Publikum. Bild Bettina Schärlinger
Das Ensemble Co-Opera aus Australien hinterliess in Schindellegi ein begeistertes Publikum. Bild Bettina Schärlinger

Bühne

Figaro effektvoll aufgeführt

Vergangenen Dienstag lud die Kühne-Stiftung zu einem besonderen Opernspass in den Maihofsaal in Schindellegi ein. Das Opernensemble Co-Opera aus Australien spielte Mozarts «Die Hochzeit des Figaro» und setzte das Opernwerk auf originelle und ideenreiche Weise um.

Die Handlung der Oper «Die Hochzeit des Figaro» ist kompliziert, verstrickt und unterhaltsam. List und Irreführung bilden die Grundlage des Stücks, dessen Verlauf sich windet, im Kreis dreht und dessen Charaktere dramaturgisch effektvoll wieder an ihren Ausgangspunkt gelangen.

Vielsprechende Geschichte

Die Geschichte beginnt damit, dass der aufdringliche Graf Almaviva auf dem althergebrachten Recht der ersten Nacht mit der Frischvermählten Kammerzofe Susanna besteht. Entschlossen, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen, wehrt sich der junge Bräutigam Figaro, und sieht sich bald weiteren Problemen ausgesetzt. Er schuldet der alten Jungfer Marcellina Geld. Sollte er dieser Zahlungsaufforderung nicht nachkommen, wäre er gezwungen, anstelle von Susanna Marcellina zu ehelichen. Dabei stellt sich heraus, dass der Findling Figaro der Sohn von Marcellina ist, und somit Susanna wie geplant heiraten kann. Aber noch immer versucht der Graf, Susanna zu verführen. Diese schmiedet mit der unglücklichen Gräfin einen Plan, um den Grafen in seinem eigenen Netz der Untreue zu fangen. Susanna lädt Almaviva zu einem Rendezvous im Garten ein. Anstelle der Zofe befindet sich jedoch die Gräfin in einem Umhang von Susanna dort. Auch Figaro lässt sich von dieser Farce täuschen und klagt der als Gräfin verkleideten Susanna sein Leid, erkennt dabei jedoch ihre Stimme und gibt vor, der Gräfin den Hof zu machen, um die Eifersucht Almavivas zu schüren. Blindwütig ruft dieser alle am Komplott beteiligten auf, um die Untreue seiner Gemahlin zu bezeugen. Doch letztendlich ist der Graf es, der um Verzeihung bitten muss.

Voll besetzter Saal

Bereits zum zweiten Mal gastierte das australische Ensemble Co-Opera im voll besetzten Maihofsaal. Das Publikum durfte sich wiederum über das schauspielerische Talent der Darsteller des Ensembles und über die feinen, differenzierten Klänge der Musiker freuen. Finanziert wurde dieser farbenfrohe und unterhaltsame Opernabend durch die Kühne-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Kulturkommission Feusisberg.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

18.05.2012

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schwyzkultur.ch/sdeqEY