Hofdienerin, Prinzessin und Zeremonienmeisterin des Königshauses versuchen, den traurigen Ritter vom Kummer um seinen verschwundenen Freund zu trösten. Bild Janine Jakob
Hofdienerin, Prinzessin und Zeremonienmeisterin des Königshauses versuchen, den traurigen Ritter vom Kummer um seinen verschwundenen Freund zu trösten. Bild Janine Jakob

Bühne

Märchenhafte Lebenslektion im Maihof

Das Reisetheater sorgte im Maihof in Schindellegi mit der kreativen Umsetzung des Märchens «Froschkönig» nicht nur bei den Kindern für Heiterkeit und beste Unterhaltung.

Unter dem Patronat der Kulturkommission der Gemeinde Feusisberg wurde am Samstag im Maihofsaal in Schindellegi das Märchen «Froschkönig» vom Reisetheater Zürich in Schweizerdeutsch, frei nach den Gebrüdern Grimm von Jörg Christen gestaltet, vorgeführt. Der Saal war bis in die hintersten Reihen besetzt; rund 200 Personen besuchten den Anlass. Für die Kinder hat sich die Kulturkommission etwas Spezielles ausgedacht: Unterhaltung, Interaktion, Spass sowie etwas Lehrreiches sollten kombiniert werden.«Wir haben uns über den gelungenen Auftritt des Reisetheaters gefreut»,so Gemeinderat Joris Van Het Reeve.

Mit Humor Werte vermittelt

Das Märchen brachte die Kinder zum Lachen – insbesondere durch den herausragend- amüsanten Charakter der Zeremonienmeisterin. Mit Witz und teils etwas frech animierte sie die Kinder zum Mitdenken, Mitfühlen und gemeinsamen Singen typischer Schweizer Kinderlieder. Geschickt fanden aber auch ernstere Dinge aus dem Alltag ihre Erwähnung: Am Königshof kommt zuerst die Arbeit, dann das Spiel; und das Zähneputzen folgt gleich nach dem Essen. Das Durcheinanderbringen bekannter Regeln im Schlagabtausch der Figuren brachte die Kinder denn auch zum Lachen. Gekonnt vermittelte die Theatergruppe zudem am Beispiel des traurigen Ritters, der seinen Freund verloren hat, wie wichtig es ist, für Freunde und Familie da zu sein und Trost zu bieten, wenn sie traurig sind. Ebenfalls wurde deutlich, dass man nicht gleich aufgeben sollte, wenn etwas nicht beim ersten Mal klappt. So haben die Zeremonienmeisterin und die Hofdienerin immer wieder nach neuen Lösungen gesucht, um die goldene Kugel der Prinzessin aus dem Brunnen herauszuholen.

Eine wichtige Lektion gelernt

Schliesslich schaffte diese Tat einzig der Frosch – ein verzauberter Prinz, der sich nach Geborgenheit und Freundschaft sehnte und sich dies mittels einer Abmachung von der Prinzessin wünschte. Hierbei wurde deutlich, dass es wichtig ist, seine Versprechen zu halten und somit vertrauenswürdig zu sein. In einer Unterredung mit Vater König lernte die Prinzessin, dass sie dem Frosch einen Dank für die gute Tat schuldig ist und ihr Versprechen einhalten muss. Ihr gutes Verhalten dem Frosch gegenüber – auch wenn ihr dies erst schwerfiel – wurde mit dem gewünschten Happy End belohnt. Die Kinder erfreuten sich im Anschluss bei Getränken und einem von der Prinzessin verteilten Snack über den gemütlichen Ausklang des abenteuerlichen Nachmittags.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger (Janine Jakob)

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

20.03.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/fQsin2